(1.32703°, 103.44840°)(1.15213°, 104.00779°)
Petra: Wir lassen jetzt Singapur erst mal aus und hupfen per Schiff gleich auf die indonesischen Inseln weiter. Das hat sich zufällig ergeben, weil die einzige Bleibe im Umkreis von 70 km direkt am Bootsableger nach Pulau Karimun liegt und man von dort mit einem weiteren Boot zum Startpunkt unseres Jakartaschiffes gelangt. Also kurzerhand eine überraschende Planänderung nach dem Frühstück. Hach, alles so spannend! Schorsch hat ohnedies Husten (habe ihn erfolgreich angesteckt) und über Singapur läge noch eine verkehrsreiche und sehr lange Strecke vor uns. Bestimmt kommen wir auf dem Rückweg nochmal hier vorbei. Unser „Bypass“ verläuft sehr smooth. Die Räder können jeweils mit Gepäck aufs Schiff und an Land geschoben werden, der Grenzübertritt ist komplett problemlos und der Umstieg verläuft wie am Schnürchen ohne Wartezeit.
Wir schippern beim Queren über die Meerestraße von Singapur an richtig vielen und großen Frachtern und Tankern vorbei. Die Logistik über die Meere ist wie ein eigenes Universum. Dessen Rotation hat sich in der Straße von Hormuz aber festgefressen und die Auswirkungen sind gerade in Asien sehr spürbar. Wie verrückt das alles ist.
In Kota Batam kümmern wir uns zunächst um Fährtickets (Preis: 2,5 Millionen!) und überlegen wie es dann weitergeht. Zur Abwechslung vielleicht mal wieder per Mietauto in die Berglandschaft Javas. Zum Radeln ist uns das zu anstrengend. Das Gefühl des Reisens hat sich für uns inzwischen verändert und wird zunehmend zur Normalität. Dann ist es immer gut wieder mal ne Pause einzulegen und den Tagesablauf zu verändern. Tausend Kilometer durch Palmplantagen reichen vorerst.
Freunde, Kultur und Hobbys – das geht mir natürlich sehr ab. Dann kommt die Herausforderung, ob man mit den beschränkten Möglichkeiten (scetchbook) und sich selber bzw. zusammen mit Schorsch, zurecht kommt. Lesen und Philosophie sind da hilfreich, aber ja, in gewissem Maße ist der Geist unterwegs unterfordert. Andererseits dreht sich zuhause wieder das Rad von Nachrichten, Erledigungen, Haushalt, sich um alles Mögliche kümmern müssen. Darauf können wir gerne noch verzichten, wenngleich – Rückfragen vom Finanzamt holen mich auch hier ein. Ja eh super, dass sich alles aus der Ferne regeln lässt. Schulterklopfen, Brust raus und sich fühlen wie Superwoman. Willkommen in der Gemeinde der Flashpacker, Global Nomads oder klassisch: der Kosmopoliten. Mit 12 Jahren habe ich mir vorgenommen Lebenskünstlerin zu werden. Da bin ich doch schon ganz nah dran.













