(7.56203°, 110.82414°) (7.59511°, 111.15616°)
Um 7 Uhr geht es mit Fahrer und Pipip, vom hiesigen Tourismusoffice, los zum Mount Lawu. Leider wirkt das Wetter nicht wirklich vielversprechend. Angedacht sind eine 22 km Wanderung und der Besuch zweier Tempel. Kurz: die Landschaft wäre phantastisch, mit terrassierten Reis- und Gemüsefeldern, wenn man sie denn sehen würde. Wir stecken in Wolken fest und nach den ersten Kilometern hinter dem ersten Tempel (buddistisch, 15.Jhdt) beginnt es zu schütten. Es blitzt und kracht nah um uns herum und unser Weg verwandelt sich in einen Bach. Wir brechen ab, weil doch auch riskant. Zum Glück habe ich Wechselklamotten dabei, denn wir sind komplett pitschnass. Besser wäre es gewesen den 1€ Plastikumhang überzuziehen, statt der Goretexjacke! So schade, aber Pipip ist so eine Lustige, die gerne viel erklärt, erzählt und aufgedreht mit viel Begeisterung den Tag nicht nur rettet, sondern definitiv zu etwas Besonderem macht. Im Auto sitzend hört es später auf zu Regnen und sowohl der zweite Tempel (hinduistisch, 15.Jhdt) und ein Wasserfall können noch in Flipflops besucht werden. Wenigstens ein paar Fotos lassen erahnen, was wir zuvor nicht gesehen haben.
Schorsch:
In der Touristinfo macht Frau uns neugierig. Es wird für morgen eine Tagestour gebucht. Sie kommt mit und macht die Guidin. Hoch hinaus zu Tempeln, am Fuße des Vulkans und zu Fuß durch Plantagen. Klingt gut!
Um 7 steht sie mitsamt Driver vor dem Hotel und los geht’s aus der morgendlich schon wuseligen Stadt raus. Richtung Berge entlang von fotogenen Plantagen und Reisfeldern, weit hoch zum Tempel. Sehr steile Straßen! Die redselige Nette, weiß viel zu Berichten über Tempelsymbole, Geschichte und auch, dass es oft viele Gläubige in die buddhistische Anlage zieht. Zahlreiche erbitten Kindersegen und um dem entsprechendem Nachdruck zu verleihen, auch Opfergaben spendieren. Der Vulkan bleibt leider komplett in Wolken gehüllt.
Los geht’s auf schmalen Wegen entlang von in Terrassen angelegten Feldern. Jedes Pflänzchen, Obst und Gemüse wird von der Dame benannt und auch ab und zu ein Schwätzchen mit den Feldarbeiterinnen gequatscht. Sie ist wohl öfters hier und führt Touris hier entlang. Wohl aber noch nie bei Starkregen, der dann bald losprasselt und die Wege recht glitschig macht. Das dann noch einsetzende Gewitter, direkt über uns, besorgt mich ein wenig und Petras Regenschirm muss in die Tasche zurück. Soll nicht noch als zusätzlicher Blitzfang im offenen Gelände fungieren. Überlebt, aber pitschnass an einem Dorf angekommen, holt uns der Fahrer ab. Auf zum nächsten Tempel. Sonst, sagt die Guidin, wird der 21 km lange Fußmarsch bevorzugt. Heute nicht, mag nicht. Bin naß, beim Gehen watschelts im Schuh und ein seit Monaten nicht mehr erlebtes Gefühl kommt über mich. Mich fröstelt’s. Dennoch wird noch ein Wasserfall angewatschelt. Der Regen ist schon um.






































