(7.56203°, 110.82414°)(8.09883°, 112.16181°)

Gepäck und Räder kommen ins Taxi und ab geht es durch die Berge nach Blitar. Mitunter extrem enge und steile Serpentinenstraßen, auf die sich sicher keine Touristen mehr verirren. Abgelegene Bergflanken mit Holzwirtschaft, etwas Gemüseanbau zur Selbstversorgung. Zum Wohlstand hat es in dieser Ecke noch niemand geschafft. In Blintang beziehen wir quasi ein Zimmer in einem Museum. Die Gebäude aus den 30er Jahren sind ziemlich original und mit Antiquitäten bestückt. Charmant, dafür etwas mufflig. Am Alun-Alun, so heißen die Stadtplätze/-parks überall, ist ein Riesen Aufgebot an Kinderunterhaltungsmöglichkeiten. Uns unterhält am Besten die Bikerrennstrecke für die Kleinen. Ab gefühlt 9 Jahren, flitzen sie mit eMofas munter vor uns um die Haarnadelkurve. Ohne Helm, ohne Handschuhe, ohne Schoner, mit kleinem Bruder noch als Sozius, die Mutter daneben tiefenentspannt. Wie undenkbar bei uns!

Schorsch:

Mit der Taxe 300 km weiter nach Blitar. Der Driver nimmt den Umweg über die Berge. Schöne Aussichten, aber zunächst etwas zersiedelt. Aber klar. Viele Plantagen und Felder entlang der Berghänge benötigen zahlreiches Personal. Und es passt mir nicht so recht. Der Fahrer in seiner dicken Limousine, verhält sich wie ein BMW-, SUV- oder Mercedes-Fahrer bei uns zuhause. Fühlt sich stark in seinem Gefährt. Jetzt komm ICH – alles wird beiseite gehupt und rücksichtslos, trotz entgegenkommender Scooter, überholt. Er ist Christ und sorgt sich daher wenig über sein Karma. 

Wir erreichen, für alle unbeschadet, Blitar. Und weil erst Nachmittag ist, bleibt Zeit zum Schendern und Hocken. Auf Java ist es wohl üblich, dass der Ortskern eine große Wiese für Freizeitaktivitäten der Menschen hat. Nett hier. Hier steigen kleine Drachen hoch und so einige Fahrgeschäfte sind auch da. Kinder können hier auf kleinen E-Motorrädern – schon mal für ihre Zukunft als sorglose Scooterflitzer – üben.