(7.60172°, 110.21197°) (7.75312°, 110.50500°)

Schorsch:

Also mit der GRAB-Taxe los zur Tempelralley in der näheren Umgebung. 120 km schuckeln sich dann doch über den Tag zusammen. Es geht hier schon recht eng her. Millionen von Scooterfahrern sind’s, die verwirren. Schießen kreuz und quer an den Autos vorbei. Keiner zögert und zaudert beim Überholen. Kein falscher Schlenker beim Überholmanöver. Weder bei Frau, Mann, jung, alt. Alle sehr geübt und risikofreudig, wird geschlingert und gezischt. Wow! Das Geschehen durch die Windschutzscheibe beobachtet, kommt einem Telespiel gleich. 

Petra:

Die antiken Tempelanlagen Borobudur (buddhistisch, im Grundriss eines Mandalas, das die Dreiteilung des buddhistischen Kosmos abbildet) und Prambanan (hinduistisch – auch hier liegt dem zentralen Tempelbereich die Form des Mandalas zugrunde) sind gigantisch. Vom 7. bis 9. Jahrhundert aus dem schwarzen Vulkangestein des Merapi geschaffen, wurden sie nach einem späteren Ausbruch teilweise vom Ascheregen verschüttet. Erst im 20. Jahrhundert wurden sie wieder aufgebaut und gehören zum Unesco-Kulturerbe. Indonesien durchlief in seiner Geschichte viele religiöse Glaubensrichtungen. Von der Verehrung animistischer Naturgötter, zum Buddhismus, dem Hinduismus und erst später zum Islam. Der muslimische Glauben fand vor allem deshalb Gefallen, da es hier kein Kastensystem mehr gab, vielmehr alle Gläubigen gleich behandelt wurden. Aber irgendwie scheinen die religiösen Spuren ineinander verwoben und auch innerhalb einer Familie gehören die Menschen mitunter verschiedenen Religionen an. Jeder Feiertag der unterschiedlichen Religionen, also auch Weihnachten oder chinesische Festtage werden geachtet oder man lädt sich gleich gegenseitig zu den Feiern ein.