(8.45209°, 118.72748°)(8.57469°, 119.01226°)
Vom Hotel aus geht’s los auf die Suche nach einem Pickup-Transporter der uns wieder Huckepack über den 400 Meter Buckel zum 55 km entfernten Hafen, hievt. Zuvor mag ich noch mein Radl putzen. Aber ein Profi machts für wenig Geld. Beim Warten wird Petra von einem rumstehenden Pasanten verklickert, dass der Berg garnicht sooooo steil ist und auch der Verkehr mäßig. Das lockert die Verkrampfung und wir treten los. Schaffens auch ganz fastlässig. Belohnt werden wir mit schöner Berglandschaft und netten Dörfern. Überall hat man rechte Freude mit uns. Kinder rufen fröhlich „Bule Bule“ (hellhäutige Ausländer) und die Frauen und Männer begrüßen uns mit „Hello Mister“. Ab und zu reicht das Englisch sogar für ein „Hello Misses“ für die Mitreisende. Bei Kaltgetränkepausen mögen einige noch wissen wo wir hinwollen und wie wir heißen. Auch Damen in Sari trauen sich fröhlich zu grüßen. Die jungen Mädchen auch, aber etwas schüchterner oder verschämt. Sind davon mindesten zwei im Pulk oder auf dem Mofa folgt ein Kichern. Ein Ausflug wird gerne in einem Minibus-Pickup gemacht. Stehend auf der Ladefläche eingepfropft, so dass keiner umfallen kann. Sind’s nicht genug, kommen auch mal Kühe oder Pferde mit dazu um die Umfalllücken zu stopfen. Und entdeckt man uns, ist das Gewinke und Gejohle groß und hallt durch Täler und Ortschaften. Nur einer nervt und gefährdet. Ein doofer in einem seltenen kleinen roten Sportflitzer. Findet es wohl lustig jeden von uns zwei, extra, in einer Serpentinenkurve zu schneiden, so dass stark gebremst werden muss und auch ein Ausweichen in den Seitenschotter nötig ist. Drei Kilometer später steht er dann am Straßenrand und ich darf ihn heftig beschimpfen.
In der Pension ist dann auch Schluss mit Luxus. Schäbige Bude. In der Kombi Klo/Dusche hängen noch Reste vom Vorgänger in der Schüssel. Ein Waschbecken gibt es gar nicht. Nach Handtüchern und Klopapier muss verlangt werden und hunderte von kleinen Fliegen sind überall und bevorzugt auf der weißen Bettdecke. Zwei Sprühdurchgänge mit dem Mückenkillerspray sind erforderlich. Da kann nur noch der seit tausenden von Kilometern mitgeführte Besen (Petras Abstandshalter) alles bereinigen.
Vor dem Fenster starten die Jugendlichen mit ihren auffrisierten 100ccm Kisten durch. Meist mit extra lautem Auspuff wird die Straße hin und her gedröhnt. Im Dämmerschlaf träume ich davon mit einer großen PU-Schaum Dose die lauten Schalldämpfer für immer zur Ruhe zu bringen. Ähnliche Träume müssen wohl auch früher, als ich 17 war, meine Nachbarn gehabt haben. Als ich mit meinem wohl ähnlich lauten Zündap Kleinkraftrad Beschleunigungstests in unserer Straße veranstaltet habe.























