(43.35665°, 77.45756°) (43.56741°, 78.35187°)
Heutiges Zimmer im Ostblockchic. Wir waren aber froh überhaupt ein Quartier buchen zu können. Es scheint Hauptsaison und Ferienzeit zu sein. Ohne Probleme kann man hier Nähe Almaty auch 200 € die Nacht berappen. Goldgräberstimmung in der Tourismusbranche, die Yurten quasi neben der Landstraße vermieten. Aber tatsächlich müssen wir uns einfach wieder auf ein höheres Preisniveau einstellen.
Jedenfalls erfreuen wir uns nach 70 km, etlichen Höhenmetern und teils schwieriger Strecke mit Schlammlöchern, am Sofa im schattigen Zimmer.
Dann Zwei Tage anstrengendes Radeln durch meine Lieblingslandschaft. Vor über einem Jahr waren wir schon einmal hier, aber jetzt fahren wir eine weitere Strecke, weiter in Richtung Kirgistan. Wieder kommen wir in Esik vorbei, ein abgelegenes Dorf in dem das Magasin nur mit Glück auffindbar ist. Aber wir brauchen unbedingt Wasser und Essen. Nur weil wir Frauen mit befüllten Plastiktüten die Straße hoch kommen sehen, mutmaßen wir zum richtigen Gebäude. Die nächsten 20 Kilometer kommt hier kein Dorf, kein Kiosk mehr. Ab hier geht es also wieder am Almaty-Kanal entlang, eine Strecke mit unglaublichem Panorama. Wir treten Kilometer um Kilometer, Höhenmeter um Höhenmeter ganz erstaunlich weg, obgleich wir ja drei Monate nicht mehr regelmäßig geradelt sind. Übernachtung in Chillek, mit erstaunlich gutem Restaurant gegenüber unserer schlichten Bleibe. Dafür gibt es am nächsten Morgen nur ein reduziertes Frühstück an einer Bude. Hauptsache der Kaffee ist gut!
Und dann geht es auf großer Straße in die Berge hinein. Immer trockener die Landschaft. An einer gekennzeichneten Quelle füllen wir unser Wasser auf. Auch Autos halten dazu an. Glück für uns, weil wir reich mit Melonenscheiben und Pfirsichen beschenkt werden. Genau der richtige Zeitpunkt, denn anschließend durchziehen wir mühsam eine Schlucht bergauf. Dahinter nochmals eine letzte Gelegenheit für Kühlgetränke, bevor wir 30 Kilometer eine einzige kerzengerade Straße bis zum Horizont durch Wüstenartiges strampeln, bis wir zum Charyn Canyon abbiegen können. Eine ziemliche Herausforderung.
Schorsch:
Los geht’s entlang eines Teil des Tian Shan Gebirges, der Kungey-Alatau Gebirgskette zunächst Richtung Osten – dieselbe Richtung wie vor über einem Jahr. Diesmal mit etwas mehr Planung. Letztes Jahr mussten wir wegen Mangel an Bettchen im Zelt übernachten. Diesmal geht’s näher an der Bergkante entlang, was hübscher ist, weniger Verkehr hat und auch (zwar etwas spartanische) Unterkünfte. Die Gegend ist beeindruckend. Weite Landschaft mit dahinter hohe Berge. Es lässt sich gut treten. Es ist zwar leicht hügelig und zwar auch sonnig, aber nicht gar so heiß. Zwei Tage geht’s so dahin. Die Gegend wird verlassener. Nur ein Shop zum Nahrung und Getränke auffüllen. Und die Dame macht, zwar etwas mürrisch, extra auf für uns.












































