(41.993886, 74.968629) (41.669029, 76.590454)
Und jeden Tag aufs Neue sind wir fassungslos. Diese Weite, diese Berge, diese Farben, die Unmengen an frei lebenden Weidetieren. Es gibt über eine halbe Million Pferde in Kirgistan. In der Region um Naryn lebt ein Viertel davon. Und auch die Hälfte aller Yaks im Land. Pferde und Yaks sind auf die harten Bedingungen hier besser spezialisiert. Sie können auch im Winter draußen bleiben, überwinden große Strecken, können Gras unter dem Schnee freigraben.
Auf der Strecke zwischen Kyzart und Naryn holen wir nach Osten aus. Zunächst über ein liebliches Tal, das sich immer mehr zu einer Hochebene weitet. Statt Yurten gibt es hier Bauwägen in türkis und blau. Vor dieser Kulisse könnte man einen eigenen Bildband dazu fotografieren.
Über einen sanften Pass geht es dann hinunter ins Tal des Flusses Naryn, der sich hier durch felsiges Gestein gefressen hat. Traumhaft.
Hatte ich schon beschrieben, weshalb hier alles wie durch die rosa Brille wirkt? Ich vermute es ist die Höhe, die dünne Luft, die die Farben in ein Gedicht aus Pastell verwandelt. Alles ist hell und licht, selbst die Schatten der Berge oder der Wolken ist ein leuchtendes Azurblau. Milchiges orange, gelbgrün, hellblau und lichtes Lila, das ist hier die Farbpallette, selbst noch bei schlechtem Wetter. Tian Shan, die Himmelsberge, lösen sich in der Ferne tatsächlich in den Himmel auf.
Schorsch:
Zwischen den sehr einfachen aber gemütlichen Übernachtungsmöglichkeiten, teilweise gibt’s Frühstück in einer Jurte, liegen weite Offroad-Strecken. Auf ausgewaschenen holprigen Wegen geht es über Pässe auf fast 4000 Meter serpentinig hinauf. Und über weite Täler mit sonst nix als Weite, sagenhaft noch nie gesehene tolle Landschaft. Viel Weidevieh wird von Hirten auf Pferden getrieben oder grast alleine vor sich hin. Es ist schon abgelegen hier. 120 km ohne was. 6 bis 8 Stunden Fahrzeit für sowas. Nur ab und zu, in der Ferne, ein Fahrzeug, das eine lange Staubfahne hinter sich herzieht. Die Dörfer sind klein und schlicht. Die Lebensmittel werden in containerartigen kleinen Shops verkauft. Hier hat sich seit der russischen Zeit wohl wenig verändert.






































