(40.65975°, 72.25366°)(40.46145°, 71.72768°)(40.54377°, 70.94018°)

Schorsch:

Zwei Pausentage gibt’s dann in Kokand. Hübscher 1000 und eine Nacht Palast, ein paar Medresen und ein Mausoleum mit einigen traditionellen Heilerinnen. Petra mag da ihren Husten heilen lassen. Haben’s aber nicht im Programm, die Damen. So wird der nächste Tag ein Heiltag im Bettchen für die Rotzen- und Hustende. Und regnen tut’s sowieso. 

Petra:

Unsere erste Stadt, in der wir unvermittelt auf große Bauwerke mit den türkis- und blaufarbenen Majoliken treffen, die so typisch für Usbekistan sind. Ein Palast, Medresen und Mausoleen sind übersäht mit Ornamenten und grafischen Mustern aus Keramik. Blau steht symbolisch für den Himmel (die Reinheit) und das Wasser (das Leben gebende). In einer Wüstenregion sehnt man sich danach, auch wirken (Stadt-)Räume durch Blau frischer und kühler. Die warmen Töne des naturfarbenen Holzes und der getrocknete Tonziegel verbinden alles zu einem großen harmonischen Ganzen. Auch die Decken sind aufwändig und viel bunter bemalt. Ein krasser Gegensatz zu den schmucklosen Gassen, den abgeschirmten Gehöften und Wohnhäusern hinter langen fensterlosen Mauern und verschlossenen Toren. So abweisend die Wohnviertel oder Dorfstraßen wirken, die Menschen sind absolut das Gegenteil! 

Ein Diwan steht meist gleich hinter dem Hoftor – er ist der Platz auf dem man sich trifft, zusammensitzt und gemeinsam isst.