(40.2571866, 68.8337549)(40.11324°, 67.84807°)(39.64851°, 66.95696°)

Petra:

Der heutige Tag ein Mix aus Spinningtraining und Run and Jump Game. Zum Einen ging unsere Strecke 50 km an einem Betonviadukt entlang, welches wenigstens von Bäumen und Büschen gesäumt war, auf der anderen Straßenseite folgten wir langweiliger Monokultur. Baumwolle, Zwiebeln oder bereits umgepflügte offene Äcker. Der Straßenbelag wechselte von gut bis schlaglöcherduchsähtem Asphalt oder Erdschottergemisch. Später sogar nigelnagelneu – das Glück währte aber nur bis zur Planierraupe. Danach ging es mit Staubmaske über die grob vorbereitete Rohbaustraße. 

Die Vormittagserlebnisse: ah – da steht ein Pferd, ah – drei Kühe unter Bäumen, ah – eine Schafherde. Erst am Nachmittag kamen wir erstmals durch ein Dorf. Zum Glück änderte sich nach 60 km die Landschaft. Plötzlich lagen links und rechts rosa Matten der sonst nur sporadisch wachsenden Stauden. Leichte Geländewellen ermöglichten weitere Blicke, es wurde grüner und lieblicher. Die Stadt Yizzax erreichten wir erst in der Dämmerung. Es wurde auch schon ziemlich frisch. Am Ende waren 105 km zu bewältigen und Schorsch lechtzte nach einer Fanta, idealerweise zum runterspülen eines Burgers.

Nächster Tag:

Weil 130 km zu strampeln wären, noch dazu mit vielen Steigungen, suchen wir uns gleich eine Transportmöglichkeit nach Samarkand. Auf der Strecke gäbe es auch keine Übernachtungsmöglichkeit oder Alternativen zur viel befahrenen Schnellstraße. Beim späteren Dahinbrausen aus dem Taxi blicken wir zudem über weite Strecken ödes Land, vertrocknet, ohne Dörfer. Wir sind wieder mal bequem, faul und froh über unser Reisekonzept mit FaltMTBs!

Samarkand!!

– man kennt den Namen, verbindet eine vage Sehnsucht damit, weil so unbekannt und doch weiß man, dass es eine märchenhafte Stadt sein muss. Groß und wichtig zu Zeiten der alten Seidenstraße, Marco Polo passierte sie auf dem Weg nach Osten und war begeistert. 

Unser Taxler lädt uns beim allgemeinen Sammeltaxiplatz ab. Klapp-klapp, Radtaschen eingehängt, den Rucksack an den Lenker angeschnallt, es sind noch ein paar verlassene Kilometer über einen Hügel entlang von Ausgrabungsstätten zu radeln. Dann stehen wir unterhalb der Gräberstadt Schah-i-Zinda und blicken hinüber auf die Moschee Bibi Chanym, mit den beiden riesenhaften Torbögen. Und wenig später, entlang einer Flaniermeile, weitere gigantische Mauern und Bauwerke, die wir alle noch gar nicht einordnen können. Unsere Abendlektüre handelt von Timur und Ulugh Bek, den Multigenies, Machthabern und den größten Bauherren ihrer Zeit. 

Wir beziehen ein hübsches familiengeführtes Hotel mit vielen Hühnern im Garten, die für unsere Frühstückseier sorgen.