Gestern abend hatten wir kurz vor Athen die riesenhaften Raffinerien, beleuchtete Sience Fiction Städte – wie Hologramme in der Nacht, entlang der Autobahn gesehen. Mit dem Blick auf den Hafen ist auch klar, diese gigantischen Stahlwesen brauchen ordentlich Futter. Unsere Fähre wird gerade noch von einem Tankschiff befüllt.

Obwohl hier erst mal nur griechische Fähren und Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, der Ort hat diese besondere Strahlkraft eine der großen Drehscheiben der Welt zu sein – zumindest auf dem Wasser. Die Containerschiffe liegen aber woanders.

Schorschis Senf

Fährtag:

Wir beeilen uns ein wenig und sind auch schon früh aufgestanden. Um 6:30 nämlich. Noch schläfrig das Frühstück konsumieren und ab geht’s zur Fähre nach Heraklion (Hauptstadt der Insel). Die soll schon um 9 losdampfen, schaffts aber erst nach 10. Egal. 9 Stunden soll’s dauern. Draußen ist der Aufenthalt nicht ganz so schön, weils recht bewölkt und auch kühl ist. Rumhängen ist angesagt. Platz ist genug. Ich nehme den ganzen Tag nicht mehr als 20 unterschiedliche Personen war. Wo sind die alle oder sind das alle? So manche LKW-Sattelanhänger sind Herren- und Fahrerlos unterwegs. Erst auf Kreta kommt auf die Fähre ein Sattelschlepper und holt den Anhänger ab. Gemeinsam mit dem schlechten Wetter kommen wir auf Kreta an. Es sind zwar nicht so viele Touris da, aber es ist schon klar, dass Heraklion sonst in der Saison proppenvoll ist von Besuchern. Die Altstadt ist jedenfalls für Massentourismus gerüstet. Und weil’s nach Regen aussieht und auch keiner sie klauen soll, dürfen unsere Fahrräder auch in der Hotellobby übernachten.