Petra:

Allmählich habe ich mich an die optischen Unzulänglichkeiten gewöhnt und möchte nicht sofort Kärcher, Pinsel und Schaber zur Hand haben. 

Auch sind wir nach der Morgenwanderung nicht ganz so kaputt, wie gestern. Weil Samstag ist, gibt es heute keine weiteren sportlichen Aktivitäten.

Das Essen, wenngleich nur Gemüse, Suppe und Salat schmeckt sehr gut und genügt um kein Hungergefühl zu bekommen. Da geht einem nichts ab.

Unsere undichte und mit mindestens fünf Schlitzen und Rissen versehene Moskitonetztür wird tatsächlich ersetzt. Das hätte ich nun wirklich nicht gedacht.

So baden wir brav im warmen Mineralienwasser mit 43 Grad und kneippen sozusagen zwischen diesem und dem kalten Normalpool hin und her.

Mit einem Ohr bekomme ich mit, dass es einige Wiederkehrer an Gästen gibt, die im letzten Jahr auch schon da waren. Die Zuversicht wächst, dass diese 2 Wochen gesundheitlich tatsächlich auch sinnvoll sind. In meinem Fall gegen Knieschmerzen bei hoher Belastung (nicht ganz die idealen Voraussetzungen für unsere Radreise) und Streicheleinheiten für meinen Verdauungstrakt, der seit der Cortisontherapie vor Weihnachten sich zumindest anders verhält. Wir werden sehen.

Schorschs Senf:

Die Ankunft hier im Resort war so la la.

Das Zimmer ist schon ordentlich groß und man kann auch mal an einem Schreibtisch sitzen oder auf einem Kanapee, aber alles ist etwas in die Jahre gekommen. Das Duschwasser läuft zögerlich ab und das Moskitonetz an den Fenstern ist löchrig. Die ganze Anlage könnte eine intensive Kärcherbehandlung, einen Malerwaschel und einen Fliesenleger gebrauchen. Dieses mal mag ich auch was reklamieren. Mach ich selten, aber hier hausen wir ja 2 Wochen. Und dann! Alles wird brav behoben.

Und darüber mag ich garnicht länger nachdenken: In den Behandlungsräumen für Massage und so, kann ich keinerlei Ersatzhandtücher entdecken und ich sehe auch niemals jemanden der nach einer Behandlung das Zimmer für den nächsten vorbereitet. HMMMMM?

Die Liegeauflagen am Pool benötigen intensive Reinigung. Es war sogar mal eine Reinigungsdame am Poolrand gesichtet. Die hantierte mit den Auflagematten. Hat diese dann aber mit etwas angewidertem Gesicht wieder abgelegt und hat sich saubereren Aktivitäten zugewandt. 

Die ersten 2 Tage ist es windig und bewölkt. Danach sonnig und warm. Da machts auch gleich noch etwas mehr Freude, das Ganze.