Geschafft vom heutigen Tag, liege ich jetzt schon um 19.30 Uhr auf unserem Bett und strecke alle Viere von mir. Nach dem Frühstück – vorher war schon Morgensport und die Taschen zusammenpacken – radeln wir zum Eingang der Kalksteinterrassen. Für ausländische Touristen wird ein Aufschlag von 1275 % erhoben, da zucke ich schon ein bisschen zusammen.

Es geht barfuß weiter. Der Kalkstein mit seiner genarbten Oberfläche verpaßt uns eine ideale Fußreflexzonenmassage. Fernöstliche Touristen ziehen es vor, ihre Socken durchzuwetzen. Warum das?

Was wir gestern schon auf den Drohnenbildern gesehen haben, die Becken liegen trocken, außer einigen künstlich angelegten Becken auf dem Aufstiegsweg und entlang zweier einzelner Wassersträhnen. Laut Chat GPT aufgrund der hydrothermischen Energiegewinnung, des Wasserverbrauchs für die Hotels und des allgemeinen Wasserrückgangs. Traurig – eine Naturschönheit weniger. 

Schorsch hat trotzdem viel Freude, vorallem an dem bunten und fröhlichen Treiben der zahlreichen Besucher. Ein lebendiges Wimmelbild, sozusagen freigestellt auf Weiss.

Nach dem Abstieg geht es mit vollbepackten Fahrrädern ca. 25 km nach Denizli. Quasi entlang einer Schnellstraße, die glücklicherweise einen breiten Seitenstreifen hat. Die letzten Kilometer kommen wir bergauftretend noch ordentlich ins Schwitzen. Vorbei am Bahnhof – die Bahntickets für morgen werden gleich organisiert – checken wir aus praktischen Gründen in der Nähe des Bahnhofs in ein Hotel ein. Stadterkundung mit Shopping (endlich bekommt Schorsch eine Schwimmnudel!), Kaffeehausbesuch und das Abendessen in einem Terassenrestaurant runden den Tag ab. Genug getan und gesehen heute.