Die verbotene Stadt ist voll voll von Menschen. Schon vor dem Eingang, entlang des Palastkanals, ist dichter Besucherverkehr. Die Kostümierten reihen sich entlang der Palastmauer und am Kanal und posen vor Profifotografen oder Freud*innen. Innen verläuft sich die Menge einigermaßen in der riesigen und labyrithhaften Palaststadt. Und trotz Trubel, die Anlage ist ein architektonisches Juwel, eine Wohltat fürs Auge. Trotz grundlegend gleicher und wiederkehrender Elemente spielt sich Vielfalt mit Kontrast, ruhende Fläche mit farbigen Mustern, Ziegelstrukturen mit figürlichen Dachabschlüssen. Und diese Bestandteile durchziehen mit so einer unglaublichen Konsequenz sämtliche Bauten, Mauern, Bodenflächen, Türen, Fenster, Balken und Tore. 900 Einzelpaläste gibt es innerhalb des 10 Meter hohen Mauer, die die Innenwelt der Kaiser über 500 Jahre abschottete. Die Stadt erschien einem der Erbauer im Traum, sonst wäre sie so nie entstanden. Vielleicht sollte man mal mehr auf seine Träume achten?