Schorsch:

Morgens dann, so um 8:30 beginnen die Ausreise-Aktionen. Für eineinhalb Stunden steht der Zug bis die mongolischen Grenzbeamten alles kontrolliert und durchsucht haben. Das Militär überwacht, dass keiner heimlich auf oder abspringt oder sonstwas blödes macht. Dann geht’s in Schritttempo die 9 km über die Grenze nach China. Da muss auch wieder gewartet werden bis draußen alle Kontrollettis positioniert sind. Dann dürfen wir raus. Spannung, Trommelwirbel! Lässt man uns wieder rein nach China? Alles ganz easy. Am Grenzschalter wird man wie üblich geknipst und die Fingerabdrücke werden elektronisch eingescannt. Ohne weiteres Wimpernzucken kommt der neue Einreisestempel direkt unter den letzten Ausreisestempel. Alle fein!

Weiter geht’s für 6 Stunden mit dem Bus nach Jining. Der Zug würde erst Abends abdampfen. Witzig auch! Es geht an einem erloschenen Vulkankrater vorbei. Wieder schlängelt sich eine Menschenmasse hinauf. Unten sind an jedem Straßenkiosk Raumanzugatrappen in Weiß und Rosa zu kaufen. Ich vermute, dass im Krater die chinesischen Taikonauten den Mars oder Mondspaziergang geprobt haben.

Von flacher Steppenlandschaft geht’s langsam ins Hügelige und ins Gebirge.

Ab Jining braust dann am nächsten Tag der Schnellzug zurück nach Peking.

Petra:

Vormittags Umstieg nach der Grenze in den Bus nach Ulanquab bzw. Jining bzw. Wulanchabu (Anbetracht der drei unterschiedlichen Namen für die gleiche Stadt, wieder mal ein großes Rätselraten und Recherchieren bei der Suche nach einem Zuganschluss. Da ist immer ein Restrisiko, dass ich mich vertue.) Die Einreise war vollkommen unproblematisch und ein Monat Aufenthalt in China ist uns damit gesichert. Draußen zieht neben der eintönigen Landschaft ein Dinopark vorbei. In der Region gab es wohl wichtige Funde.

Nach der flangen Busfahrt bis in den Abend, auf holperiger Landstraße, voll besetzt und mit durchgesessenen Sitzen, entscheiden wir uns für eine Übernachtung in Jining.