Bayangdian, in der Nähe von Anxin ist eine riesige bewachsene Seenlandschaft – mit viel Schilf und Lotus. Wir besuchen hier einen phantastisch angelegten Lotuspark – nur mit dem Schiff zu erreichen – und etwa drei bis vier Quadratkilometer groß. Ein tagesfüllender Ausflug. Über Holzstege und Brücken durchwandert man den Park, es gibt aber auch spezielle Zuchtbecken, in denen die unterschiedlichsten Sorten zu besichtigen sind. Die Blätter sind in ihrer Größe besonders beeindruckend und erfreuen im Kontrast mit den Stengeln, der Wasseroberfläche und den Blüten sehr das grafische Auge. Man kann sich gar nicht satt sehen. Selten sind wohl die tellerartigen Blattformen, oder jene Sorte mit pockennarbiger Oberfläche. 

Schorsch gerät an einem Goldfischweiher (oder sind das etwa auch diese wertvollen und unbezahlbaren Kois?) mit seinem wasserdichten Instagehäuse ins Filmfieber. Die Viecher überschlagen sich vor Gier, wenn Futter verteilt wird. Uaah, eine einzige quirlig flutschende Masse mit aufgerissenen Mäulern. 

Und etwas Kitsch darf nicht fehlen. Ein überdimensionaler Musikbrunnen bestehend aus einer Lotusblüte, in der ein goldenes Kleinkind springt. Größe: 20 Meter?

Auch außerhalb des Parks wächst in den Kanälen und Wasserstraßen Lotus. Bestimmt auch als Felder kultiviert, da man die Lotussamen zu einer Süßspeise verarbeiten kann. Jedenfalls lieben und verehren die Chinesen diese Pflanze sehr. Ich auch.