Kaum zu glauben, heute beglückt uns der Chef eines Fahrradladens, indem er den heiß ersehnten Ortlieb-Befestigungshaken von einer neuen Tasche abhängt (ein längeres Gespräch mit der Ortlieb-Japan Zentrale ging voraus, mit dem Ergebnis, das Teil sei derzeit nicht lieferbar) und ihn mir zum Selbstkostenpreis verkauft. Nicht dass ich Schorschs Silikonklebekunstwerk misstraue, aber doppelt hält besser.

Dazu ist zu erwähnen, dass ich schon etliche Stunden an mehreren Tagen damit verbracht habe, das Ersatzteil über einen Online-Händler zu bestellen. Manchmal lässt sich eine Website sofort übersetzen, nicht aber das zugehörige Online-Formular. es bräuchte auch eine feste Adresse und eine japanische Telefonnummer. Dann erläutert man das Problem mit Hilfe der Übersetzungsapp, die email mit deutscher Adresse wird aber abgelehnt. Es ist zum Haare ausreißen. Das Hotelpersonal wird eine Stunde gequält, um gemeinsam Lösungswege zu finden. Jeder Schritt wird, getrennt im Hinterzimmer, mit dem Hotelleiter abgesprochen. 

Im Anschluss lassen wir uns faulerweise per altmodischem Sessellift auf den Schlossberg heben. Von hier ist der Ausblick über die Stadt auf’s Meer mit den vielen kleinen Inseln phänomenal. Für morgen ist Regen angesagt und der Himmel verändert sich fortwährend. Für Stunden sitzen wir einfach da und ich versuche mich an einem Bild. Alles wird zu blau, weil ich vom Fleck weg zu viel Tusche einmischte. Doof.

Der nachfolgende Regentag verhilft unserer Website endlich mal wieder zum Update. An Radltagen und bei schönem Wetter können wir uns einfach nicht aufraffen vorm Computer zu sitzen.