Entweder du bleibst auf der Landstraße und hoppst von einer Ampel zur anderen, oder du fährst Autobahn und nur noch im Tunnel. Auf jeder Teilstrecke ist zu entscheiden, was besser ist. Ohne Autobahn ist aber kein wirkliches Vorwärtskommen möglich (wenn nicht gerade Stau ist) und nur in wenig bewohnten Bergregionen macht die Landstraße Sinn. In der Region Nagano übernachten wir in einer kleineren Stadt und gehen in einen sehr japanisch aussehenden Pub mit guten Teigtaschen am Tresen.

Weil wir den Fuji-san sehen wollen – die Wetterlage ist günstig – schlenkern wir ab von der Route. Lohnenswert: Schorsch lässt die Drohne flattern und ich setze den Vulkan in mein Skizzenbuch.

Bunte Blumen haben die Japaner ja nicht. Dafür macht sie die Herbstfärbung (neben der Kirschblüte) ganz wuschig. Und hier knallen die Farben ganz exorbitant. Den Fuji gibt es noch zum Mittagsessen, bevor es Richtung Tokyo geht. In einer Vorstadt beziehen wir ein bezahlbares Hotel mit Parkregal und pendeln mit den Öffis in die Megametropole.

Schorsch:

Zunächst geht’s zum Fuji und wir juckeln abseits von Autobahnen ins Gebirge. Und tatsächlich lässt der schüchterne Berg sich blicken. Klar, der 3776 Meter hohe, alleinstehende Vulkan-Berg wird von feuchter Meeresluft umströmt, die dann an den Hängen aufsteigt und in der höheren und dadurch kälteren Luft zu Wolken kondensiert. Oft ist er wolkig eingehüllt.