In Taichung wurde in diesem Monat ein neues Kunstmuseum, kombiniert mit einer Bibliothek eröffnet. Es liegt eine ganze Ecke entfernt am Stadtrand, aber das Gebäude soll den Besucher in den internationalen Orbit der ultimativen Museumsarchitektur beamen. Räume mit riesigen Ausmaßen, die (noch) weitestgehend fast leer sind. Zitat Schorsch: „ist wie ein Fiebertraum – hohe riesige Räume mit seltsamen, beklemmenden Sachen drin“. Ich bin wirklich an Architektur interessiert, aber wie bei den gigantischen Neubauten in China halte ich diese Dimensionen schon für fraglich. Die Renderings der Planungsphase geben eine doch sehr andere Illusion. Da muss schon sehr großartige Kunst einziehen, um die Räume mit genügend Kraft auszufüllen.
Wir kommen tags darauf ohne viel Verkehr aus der Stadt und folgen ländlichen Nebenstraßen. Die Agrarlandschaft ist eher kleinteilig, unterschiedlichster Gemüseanbau in schmalen Fluren und Parzellen. Vieles ist abgeerntet oder gerade frisch umgepflügt. Dazwischen liegen Hallen, Wohngebäude, Höfe. Meist sind sie mit Falzblechen in pastelligem gelb und grün verkleidet, oder die Fassaden sind graubraun veralgt. Obwohl nicht wirklich schön, ergeben sich aber interessante grafische Flächen in Kombination zu den rasterartigen Feldern. So ist die heutige Etappe extrem kurzweilig und mit 60 km auch nicht allzu lang.



























