15,65263° N, 101,10949° O / 15,20426° N, 101,14188° O

Heute geht es „bredlebn“ meist neben Zuckerrohrfeldern weiter Richtung Süden. Es wird auch gerade schon geerntet. Beladene Laster stauben durch die nur teils betonierten Flurstraßen. Eine nette Begebenheit ist die über mich turbelnde „Zuckerrohrstrohwindhose“. Wie riesengroßes Konfetti wirbelt es um mich herum und bis in 10 Meter Höhe. Sonst gibt es nicht allzuviel zu sehen oder zu entdecken, nur die Hunde springen öfters beim Näherkommen auf. Nicht immer freundlich und viel zu nah kommend attackieren uns einige von ihnen. Der schwingende Stock hilft manchmal ganz gut, manchmal kommen sie auf 1 m Entfernung an mich heran und ich schreie mir die Seele aus dem Leib um sie zu stoppen. Beißen tut letztendlich aber keiner. Gestern war jedoch mal einer böse zähnefletschend an meiner Seite. Schon gruselig. Es gehört hier wohl zur Hundeehre, den Adrenalinspiegel hochzutreiben. Und es sind nur wir, die angegangen werden. Denn Radler kennen sie nicht, alle Anderen sind motorisiert unterwegs.

Auf den Pool beim Hotel freuen wir uns zu früh. Nach über 70 km wäre das eine passende Belohnung gewesen. Aber gerade heute wird die Algenbehandlung durchgeführt und Schwimmen fällt für mich aus. Für Schorschs Kniewunde, wäre das Einweichen ohnehin keine gute Idee. 

Entlang des Pa Sak River sind wir tags darauf praktisch allein unterwegs. Ich fühle mich etwas schlapp und könnte literweise Wasser und Orangensaft in mich hinein schütten. Mangels entsprechender Infrastruktur, klappt das nur alle 20 Kilometer. Die Landschaft ist aber abwechslungsreich und nachdem ich am Straßenrand eine leblose Echse entdecke, wetzt kurze Zeit später ein richtig großer Waran vor uns über die Straße. Zum Glück hat er an uns kein Interesse, denn bei dem 2 Meter langen Getier hätten wir kaum eine Chance gehabt uns so schnell zu verteidigen. Am späteren Pa Sak Chonlasit Dam – ein riesiger Stausee – erfreuen uns viele Tiere: Löffler, Störche, Reiher, Buckelrinder und Wasserbüffel. In größeren Herden ziehen sie am grasbewachsenen Seeufer entlang. Nur ein Jammer, wie bescheuert viel Müll in die Landschaft geworfen wird. Und heute klappt es denn auch mit dem Swimmingpool.