(8.02947, 98.86748)

Urlaub vom Reisen. Mal zwei Tage nicht radeln, sondern lesen, zeichnen, faul auf der Liege mit Meeresblick lümmeln. Dabei den Baum- und Palmenästen zuschauen, wie sie im Wind tanzen. Der Luxus unseres Reiselebens ist das Leben im Augenblick. Keine Pläne, keine Vorhaben, kein Druck etwas erledigen zu müssen, keine Reparaturen oder Sanierungen die vorwärts gebracht werden müssen. Keine Rechnungen müssen bezahlt, keine Termine eingehalten, keine Belege kopiert und abgeheftet werden, einfach gar nichts. Unbesorgt. Frei. Glücklich. So wie wir als Kinder in den großen Ferien. Dabei hat die Möblierung der Strandterrasse tatsächlich einen netten Retrotouch, wie Italien in den 60er Jahren.

Und ganz weit weg von Politik, Kriegsgeschehen, Streiks und kaltem Wetter. Ja, wir sind aus dem „Normalleben“ ausgestiegen, machen es uns einfach. Aber wir hatten definitiv auch schon andere Lebensphasen und vor knapp eineinhalb Jahren lag ich ja noch mit einer schweren Allergie im Krankenhaus. Glücklicherweise scheint es nicht der Ingwer oder ein anderes Lebensmittel gewesen zu sein, denn seither hatte ich diesbezüglich keine Probleme. Allerdings wurde mir damals gesagt – auch mit der heftigen Cortisontherapie – meine Haut werde fortan viel empfindlicher. Hier gibt es also die Strandliege nur im 100% Schatten und auf dem Radl bin ich nur mit langer Hose und langärmlig unterwegs. Beachurlaub – da reichen uns zwei Tage. Bräuchte ich eigentlich noch einen Ganzkörperbadeanzug, der hier durchaus getragen und in Malaysia wahrscheinlich noch üblicher wird. Der Anteil muslimisch Gläubiger nimmt hier, sichtbar an Moscheen zu. Gediegener Kleidungsstil mit schulterbedeckendem Kopftuchschleier bei den Frauen trifft am Strand auf Tanga und Tatoos.

Schorsch:

30 Km weiter, dann am Beach, Nähe Krabi, ist am nächsten Tag für 3 Nächte Platz für uns. Für uns tatsächlich luxuriös mit Restaurant, und 4 Pools. Es lässt sich direkt mit Meerblick abhängen, lecker frühstücken oder dinieren. Das Zimmer hat Platzt für 2 Personen mit Bürotätigkeiten. Am Balkon kann die Wäsche ordentlich trocknen. Am  Liegestuhl-Meerufer bläst die Bries die Mücken, Fliegen und die Hitze weg. Entweder im Sonnenschirmschatten in der 2. Reihe, oder unter Kokusnusspalmen in der ersten Reihe. Da ist allerdings die Gefahr dass eine Nuss runterfällt. Umsicht also bei der Platzwahl. 

Hier im Ort starten auch Ausflugsboote zu den zahlreichen Inselchen oder Buchten. Mag mich aber garnicht aufraffen, und auch garnicht den unsicheren Platz unter den Kokosnusspalmen verlassen. Mag faul sein. Satte zweieinhalb Tage lang. Und davon träumen auf der Insel Ko Lanta nochmal zu Stranden. Eventuell mit Paddeln durch Mangroven oder etwas Schnorcheln. Zeit is. Haben ja 30 Tage Verlängerung. Hier im Meer zu baden is Nix. Bei Flut reicht das Wasser noch 300 Meter vom Ufer weg bis zum Hintern. 

Bis zum Grenzübertritt nach Malaysia auf der Langkawi Island sind es noch 500 km. Über die Insel zu hopsen ist der sicherste Weg nach Malaysia. In der Grenzregion auf dem Festland tummeln sich böse Separatisten.