(-8.83289°, 120.84612°)(-8.86992°, 120.77123°)
Wieder zurück in Labuan Bajo. Die Motorräder sind weg. Es bleiben noch 3 Nächte im Resort mit Pool und Italienerin als Chefin. Die Pastas sind selbstgemacht. Das verheißt Gutes. Per Taxe soll’s nach Aimere, zum Fährhafen gehen, von da aus zur Insel Timor. Nach Aimere sind es 230 km. Tagesreise. Ein Privatchauffeur will zweieinhalb Millionen (125 €).
Wir wollen weniger zahlen. Die Nette von der Resortrezeption organisiert ein Sammeltaxi. Außer, dass es eine Stunde zu spät kommt ist erstmal alles gut. 700.000 soll’s kosten. Die Räder kommen, wie sonst auch, hinten rein. Und wir zwei gemütlich im Fond. Das ist fein so, für 2 Kilometer. Dann wendet sich das Blatt, denn 4 Weitere sollen noch mitfahren. Das Fahrzeug wird getauscht in ein genauso großes, nur mit zweiter Sitzbank im Fond. Da wo unsere Räder eigentlich gemütlich die Reise verbringen sollten. Jetzt müssen sie auf’s Dach, zusammen mit den Packtaschen an vier Ösen und dünnem Schnürchen rüde und wackelig festgezurrt. Petra darf im Beifahrersitz mitreisen, muss aber beide Rucksäcke im Fußraum unterbringen. So geht’s los, 500 Meter weit, dann pfeift es und ein durchgefahrener Hinterreifen ist nun platt. Aber ich bin verblüfft! Es gibt einen Ersatztreifen. Der Platte kommt dann allerdings zu unseren Rädern schnell hingestopft. Hoffentlich geht nix kaputt. Hoffentlich verlieren wir keine Packtaschen. (Anmerkung Petra: während ich noch nicht wirklich entspannt im fahrenden Auto sitze – die Sorge um unser Gepäck treibt mich um – vernehme ich ein besorgnisklingendes Uuihuuu von der Passagierin rechts hinter mir. Wie an einem Schnürchen herabgelassen seilt sich gerade der zuvor auf dem Dach verschnürte platte Reifen neben ihrem Seitenfenster ab. Der Fahrer hält und bessert nach. Pfeifend und ziemlich falsch Karaoke summend geht es weiter. Besser als in jedem Slapstick. Nerven wie Bandstahl haben die Menschen aber schon hier.)
In einer Raucherpause werde ich vom Fahrer gefragt, ob ich rauche. Ich verneine und zeig ihm einen Text auf Indonesisch. „Männer sterben 10 Jahre früher, als Frauen, weil die Männer alle Rauchen. „ Ich sehe ihn, wie er eine nur kurz angerauchte Zigarette, natürlich, einfach wegwirft. Die Fahrt geht weiter, ohne weitere Zigarettenpause. Aber, schon bald wird der Herr unruhig, rast plötzlich und hupt ständig und gefährdet Fußgänger und Scooterfahrer. Liegt’s am Nikotinenzug, was ihn plötzlich aggressiv macht? Ich hab Angst, muss ihn bitten „Abzukühlen“ . Das sieht er ein.
Die Fähre is abgesagt. Zu Windig ist’s. Am Zielort in Kupang auf der Insel Timor pfeifts mit 50 Km/h. Und! Ich mag da auch nicht 17 Stunden auf’m Schiff hocken und gegen den Wind schaukeln.
Wir bitten den Herbergsvater ein Taxi für den übernächsten Tag zu organisieren. Auf die Nordseite von Flores, Maumere. Da stürmt’s nicht und soll auch hübsch zum Schnorcheln sein. Zeit überbrücken, bis nur noch ein Lüftchen weht.
Radausflug:
Nicht weit und nur 250 Höhenmeter hoch gibt’s ne Hochebene mit Wildpferden und Steppenlandschaft mit Blick auf Spitz-Vulkan und Küstenlandschaft. Hübscher MTB Ausflug ohne Gepäck. Trotzdem muss auch mal geschoben werden.
Aber leider geht’s bei mir mit Materialverschleiß los. Nach nun 10.500 km läuft mein Vorderrad schwergängig. Lagerschaden, wohl. Nicht möglich selber was zu richten, oder überhaupt zu richten. Und hier im östlichem Teil von Indonesien reicht die Infrastruktur nicht mal für ne ordentliche Pizza. Geschweige denn für eine 28 Zoll-Felge mit Steckachse.















































