Nach dem Frühstück packen wir uns gemächlich zusammen. Auf dem Weg zum Busterminal besuchen wir noch das Mausoleum Kemal Atatürks. In den 30er Jahren waren Trauer und Verehrung um eine Person von anderer Dimension als heute. Unglaublich die Größe der Gedenkstätte und die Massen an Menschen, die damals der Trauerfeier beiwohnten. Der Vater der Nation hatte nicht nur die Türkei vereint und davor westliche Mächte vor Landnahme abgewehrt, er hatte auch wegweisende Reformen für Justiz, Handel, Gleichberechtigung der Geschlechter, Wissenschaft und Bildung veranlasst und umgesetzt. Fahnen und Bilder Atatürks sind auch heute überall im Straßenbild zu sehen, obgleich der Nationalfeiertag (19. Mai – Tag an dem Atatürk den Wiederstandskampf begann und sein gewählter Geburtstag) nun schon ein paar Wochen zurück liegt. Imposant vor dieser Kulisse, die akkuraten Wechsel der Wachposten. Mit heiserem Befehl geht es vom Stechschritt in den langsamen Wiegeschritt vor Stufen, nach der geschlossenen Formierung dann wieder in den Stechschritt.

Natürlich geht es auch wieder nur über Hügel zum Busterminal. Ein nettes Restaurant bietet Erholung und köstliches Essen, bevor wir uns ins Labyrinth des riesenhaften Busbahnhofs stürzen: 200 Anfahrtsplätze über 2 Etagen. Heute ist alles groß!