(8.23001°, 116.41720°) (8.44766°, 116.69839°) (8.54841°, 117.02304°) (8.46498°, 117.37910°)
Endlich ist weniger Verkehr auf der Straße und wir genießen es wieder auf dem Rad zu sitzen. Außerdem gibt es über lange Strecken neben der Fahrbahn einen betonierten Randstreifen, den ich beim Bergauffahren nutzen kann. So kommen wir mit Bussen, LKWs oder Pritschenwagen nicht ins Gehege. Die erste Etappe geht es vornehmlich flach dahin, teils an Reis- und Maisfeldern entlang, teils auch direkt an der Küste. Am Straßenrand grasen auch mal die hier sehr zierlichen und kleinen Kühe. Sie sind rehbraun, die Beine hellbeige abgesetzt, genauso wie der Hintern – eine ovale Form wie der Spiegel bei den Rehen. Hoffentlich kriege ich sie mal aufs Bild gebannt. Am Abend erreichen wir unser Bungalow. Eine Hälfte einer einfachen Holzhütte in einem abgeteiltem Garten. Ein paar hundert Meter weiter werden wir in einem Warung (Garküche) mit Abendessen versorgt. In der Regel gibt es Hühnerbein mit Reis, Nasi Goreng, manchmal auch einen Burger. Nicht der große Wurf, aber es schmeckt ganz ordentlich, man hat was im Bauch und eine Mahlzeit kostet 2 Euro.
Am nächsten Tag geht es gleich einen Bergrücken auf einer kleinen Seitenstraße hinauf. Wir schnaufen an den einfachen Häusern mit ihren Vorplätzen vorbei, von denen die Kinder rufen, die Erwachsenen grüßen, die Katzen queren oder erschrocken davon stieben. Ganz sicher haben wir Unterhaltungswert. Und so anstrengend die ersten Kilometer sind, so mühsehlig geht es weiter. Ein ständiges auf und ab direkt entlang der Meeresküste, dann in steilen Anstiegen und Rampen über die rollenden Ausläufer der Vulkanberge. Ich muss oft absteigen und schieben, da selbst im ersten Gang die Kraft nicht mehr ausreicht. Während unten die Fluchtwegschilder vor Tsunamis in Richtung bergauf zeigen, weisen einen Kilometer weiter am Bergrücken andere Fluchtwege nach unten – im Falle des Vulkanausbruchs. Jesus, wie kommt man damit auf Dauer klar? Nach 30 km sind wir endlos ausgepowert. Eine Passage war auch noch ungeteerte, grob steinige Holperstrecke. Danach weitet sich glücklicherweise der Blick und die nächsten 30 km laufen vergleichsweise wie am Schnürchen. Belohnt werden wir mit einer recht komfortablen Unterkunft, sogar mit Pool.
Heute stand die Fährüberfahrt nach Sumbawa an. Sie sollte eineinhalb Stunden dauern. Bis wir nach dem Besuch der riesenhaften Feigenbäume, nach Ticketkauf, Warteschlange, Boarding und Überfahrt auf Sumbawa ankommen und die Fähre verlassen ist es drei Uhr Nachmittags. Unsere ursprünglich noch angedachten 50 km bis zu einem der raren Unterkünfte, können wir vergessen. Der Zufall führt uns also notgedrungen in ein Seitental, zu einem einfachem Quartier an dessen Talende. Das Seitental ist zauberhaft und bildhübsch. Das Zimmer ausreichend und das Essen, das Frühstück und die Gastfamilie ganz wunderbar.
Und auch am nächsten Tag strampeln wir 70 km munter herunter. Mit Pausen, alle zehn bis fünfzehn Kilometer, ist dieser heiße Tag gut machbar, da auch die Straße oft von Bäumen überschattet wird. Hochstimmung beim Spazierenradeln Richtung Südsee.








































































