(13.2573486, 99.9374513) (13.2573486, 99.9374513)
Vor fast 40 Jahren hatte ich hier im Ort noch den „authentischen“ floating market erlebt, will heißen, die Menschen aus den umliegenden Dörfern kamen zum Verkauf und Handel mit befüllten Booten und drängten bunt durch die Kanäle. Heutzutage schippern ab neun Uhr die mit Touristen beladenen Boote durch die Kanäle und die Waren sind entsprechend für den Tourismus ausgelegt. Aber egal, wir bekommen sowohl die ruhigen Stunden, als auch den Trubel mit.
Die ersten zwanzig Kilometer nach Damnoen Saduak ziehen sich ganz wunderbar durch abwechslungsreiche kurvige Straßen. Holzhäuser, blühende Büsche und Bäume, Palmen und auch mal angelegte und gepflegte Gärten. Die nächsten zwanzig Kilometer dann meist eintöniger zwischen Shrimpsbecken, die teils graubraun ausgetrocknet da liegen. Auch unser Nachtquartier – etwas abgelegene Gartenhütten an morastigem Flusslauf – sind nicht wirklich lauschig, denn der Morast hat eine leicht faulige Duftnote. Auf agoda und booking.com sehen die Fotos natürlich immer einladender aus. Gezieltes Weglassen zeigt dann nur die besten 10% der Wahrheit. Am Ende sind wir aber vorallem froh, dass wir noch ein Restaurant finden, dass nicht nur Meeresfrüchte auf der Speisekarte hat, die Aircon der Hütte gut funktioniert und der Moskitoschutz dicht ist.
Schorsch:
Die Landschaft wird merklich grüner. Und auch die Unterschiede der Unterkünfte. Nächtigten wir vorgestern noch im Business Resort mit gutem Frühstücken vom Buffet und vorabendlichem schicken Restaurant und Dachterrassen-Rundumblick, ist die heutige Unterkunft eher bescheiden. Die alte Dame wirkt etwas mürrisch und der Alte in der Hängematte lässt sich ungern zu einer Begrüßung hinreißen. Aber schon bald flitzt der Sohnemann an und regelt alles brav. Sogar Frühstück soll’s geben. Wir befinden uns weit ab von Infrastruktur in einer von Kanälen durchzogenen Landschaft. Das Meer ist nicht mehr weit und Ebbe und Flut heben über Nacht mindesten 1,5 Meter den Fluss an. Morgens schwappt dann das Wasser unter dem Häuschen. Abends geht der Weg noch verschlungen an Tümpeln und an bösen Hunden vorbei zu einem reinrassigen Fisch- und Seafood Restaurant. Zurück ist’s dann schon dunkel. Und tatsächlich haben wir plötzlich Sorge und Bammel nochmal an den Hunden vorbei zu müssen. Äääääätzend! Es gibt zum Glück einen, etwas versteckten Schleichweg zurück zur Bude.
Erkenntnis des Tages! Keine Nachtfahrten im ländlichen Bereich.




















































