Schorsch:

Bahnhof: Diesmal tauschen wir zum Verpacken die Vorderräder aus. Meines, 29 Zoll, gegen Petras, 27,5 Zoll. Jetzt geht auch meine Fahrradtasche zu. Ähhh, und Petras natürlich auch. Räder sind schon in den Taschen, da kommt die Info, dass das Zügelchen Bologna–Bari (bekannt für Oricciette – handgemache Nudeln in der Nudelstraße – lockt man mich) an einem anderen Bahnsteig abfährt. Mit Sack und Pack geht’s treppab und -auf. Kurzerhand das Bahngleis mit zwei dicken Packtaschen und den eingepackten Fahrrädern zu wechseln ist schon ganz schön anspruchsvoll. Ein netter Schaffner zeigt uns aber, wo wir idealerweise warten sollten um entspannt und in der Nähe vom Gepäckplatz einsteigen zu können. Alles klappt besser wie gestern. Hoffe es routiniert sich alles. 

Entspanntes Zugreisen.

Eine Dame im Sitz gegenüber aus Gulinanova – wir sind über Kekse ins Plaudern geraten – kehrt nach 42 Jahren Arbeit in Padua, jetzt als Rennerin, heim (in den Süden). Auch in einen neuen Lebensabschnitt. Sie knippst ständig Fotos, gerührt, mit etwas feuchten Augen, während das Meer an uns vorüberzieht. Und berichtet auch, strahlend, dass in San Bernadetto die höchste Palmendichte in Europa ist. Gell!

Petra:

Leider ist die gebuchte Unterkunft in bzw. bei Bari wenig ansprechend. Schlimmer ist jedoch mein Versagen, den Weg per Apples Kartennavigation richtig zu suchen. Hatte nicht genau die Adresse verglichen und versehentlich auf einen falschen Zielort getippt. Ganz schlecht, wenn man mit dem Fahrrad gerade mal schnell ein paar Kilometer in die falsche Richtung fährt. Kombiniert mit der überzogenen CheckIn-Uhrzeit und WhatsApp Nachfragen aus der Unterkunft, kollabierte mein Nervengerüst. Gar nicht gut. Nachwehen der vergangenen Wochen?