(40.930792, 72.980981) (40.52222°, 72.80302°)
Fahrt zu den Walnusswäldern im Westen des Tian Shan. Was haben wir wieder Glück. Wir sitzen noch im Auto, als ein kräftiger Hagelregenschauer niedergeht. Zehn Minuten später kommen wir an unserem Ausgangspunkt einer kleinen Wanderung an und die Sonne scheint fast wieder. Die Wanderung wird allerdings zum ziemlichen Eiertanz, da hochgradig schlammig und rutschig. Unsere beider Schuhprofile sind nach eineinhalb Jahren Reise schon zu abgewetzt. Den wenigen Nusssammlern geht es aber auch nicht besser, sobald sie vom Waldrasen auf den Fahrweg kommen. Im Vorteil nur, wer mit Esel oder Pferd die prallen Säcke aus dem Wald schafft. Eine ganz schlechte Wahl sind Fahrzeuge. Ein Mercedes wurde für’s Erste aufgegeben, denn er steckt hoffnungslos mit den Reifen fest.
Folgetag:
Schorsch „befindet sich in einer Lage“ (wie Herr Lindner sich nach seiner Entlassung als Bundesfinanzminister ausdrückte). Usbekistan verbietet quasi Einfuhr und Gebrauch von Drohnen, die Strafen bei Missachtung sind bedrohlich. Heute versuchten wir vergeblich die Drohne per Post oder DHL von Osch nach Hause zu schicken. Dies ist den Dienstleistern in Kirgistan nicht erlaubt. Die Recherche per KI und Reiseblogs kommt zum gleichen Ergebnis. Sackgasse. Es bleibt ihm nur noch die Entsorgung, was einigermaßen bitter ist. Aber so ist es eben. Sie hat uns auf jeden Fall ganz wunderbare Bilder geliefert.
Weiterer Tagespunkt: Autowäsche. Unser Mietwagen ist so was von eingesaut und eingestaubt, dass wir eine Stunde beschäftigt sind, die Spuren unserer Offroadeskapaden zu beseitigen.
Wir sind bereit für Usbekistan.
Schorsch:
Frei nach Rainhard Fendrich:
„Gestern hot mi’s Glick verlossn,
du liegst am Drohnenfriedhof draußn,
dabei worst du doch imma olls fia mi …
Weder in Usbekistan, Tajikistan noch in Indien sind Drohnen erlaubt. Werden wohl ähnlich wie Drogen bestraft. Gefängnis droht. Jedenfalls aber Konfiszierung und Geldstrafe. Mag nix davon. Mehrere Versuche das Teil mit Post oder DHL zu versenden scheitern. Drohnen dürfen nicht versendet werden, auch wenn der Lithium-Akku nicht dabei ist. Bleibt bloß noch die vollständige Zerstörung. Keiner soll noch irgendwelche Registrierungsnummern auslesen können. Schad ist‘s schon! Hab noch die Akkus, die könnten, wenn’s mal Energienotstand hätte, als Powerbank dienen.
Sooo, jetzt noch Auto waschen und abgeben. War schon ziemlich verschlammt und verstaubt überall.










