Unser Viertel haben wir schon richtig lieb gewonnen. Schwer zu beschreiben, woran das liegt. Vielleicht ist es die ruhige Art der Menschen, oder sind es die ruhigen, engen Straßen, eher nur Gassen in denen auch kleinere Häuser stehen?
Im Stadtzentrum trudeln wir durch einen gigantischen Shoppingkomplex. Das Konglomerat ist aber mutig und originell gestaltet, wird von einem Kanal wie durch eine Schlucht durchzogen und heißt auch Canal City.
Danach stolpern wir zufällig zunächst in den mit Unmengen an Laternen erleuchteten wunderschönen Kushida-jinja Schrein. Geradezu märchenhaft die Stimmung. Und einige Straßen weiter im Reisen Park ins Fukuokaer Oktoberfest. Biergarten und Festzelt sehen ziemlich authentisch bayrisch aus, ein Japaner schwenkt die Bayernfahne mit unserem König Ludwig II und Bier fließt in Mengen. Wie witzig ist das denn! Schorsch kommt mit einem Unterfranken ins Gespräch, der mit Blasmusikgruppe noch auftreten wird. Und jener bringt uns in Kontakt mit d e m Breznbäcker der Stadt – Herrn Seiler. Seine Visitenkarte mit Adresse der Bäckerei steckt Schorsch glücklich in die Brusttasche.
Essen gehen wir aber gegenüber in ein altes japanisches Restaurant, da uns nicht nach Anstehen an der Würschtlbude ist.
Schorsch:
Ein paar Tage bleiben wir hier und bestaunen, wie alles auf engstem Raum Platz findet. In den Wohngebieten sind ganz schmale Gassen wo nur, wenn überhaupt, die schmalen in Elefantenschuh-Form Autos durchpassen. Und da sind ganz schmale Restaurants mit maximal 5 Plätzen. Ist die Küche wohl gut, bildet sich auch schon mal eine Warteschlange, mit geduldig Hungernden, davor.
Und toll! Nach Sonnentergang finden wir zufällig eine Tempelanlage mit hunderten von Laternen. Wohl ein Obon Fest. Bei Obon glaubt man, dass die Seelen der Ahnen auf die Erde zurückkehren.
Laternen werden aufgestellt, um den Weg nach Hause und wieder zurück in die Geisterwelt zu leuchten.
Schöne Stimmung!
Danach wird’s eher skurril. Ein Bayrisches Oktoberfest mit einem Bierzelt und drumherum Fressbuden mit Brezen, Würschtl mit Sauerkraut und so. Sogar Blasmusik mit einer Band aus Niederbayern spielt. Das schon seit 9 Jahren regelmäßig. Und! Wir lernen einen Bäcker kennen, der vor Jahren von Bayern hierhergezogen ist und jetzt hier Brezen und allerlei Süßkram bäckt.
Schöne Stadt! Wir cruisern noch durch belebte Stadtviertel in Nachtstimmung.


































