(5.42322°, 100.33517°)

Schorsch:

In Georgetown wird zunächst der Botanische Garten aufgesucht. Ein riesiger Skorpion erschrickt mich und krabbelt sich noch bildfüllend auf die Kamera zu. Und Affen hat’s auch in rauhen Mengen. Die gesuchten Riesen-Seerosen mit ihren gigantischen Blättern sind im Park wegen Seilbahnbau gerade nicht da. Das Gelände ist eingezäunt und gesperrt. Dafür aber jede Menge Parkläufer. Das Gelände wird für viele als Walkingzone verwendet. Auch geht’s schweißtreibend bergauf. Meist sind’s ältere Damen und Herren (etwas jünger als wir) die das Areal beschleunigt durchwalken. Alle paar Meter ist ein Defibrilator aufgestellt. 

Dann geht’s mit der Kabelbahn uphill, um die Dschungellandschaft, seltsamen Insekten und Planzen zu besuchen. 

Das ist dann das garnicht scheue Rieseneichhörnchen mit dem orangefarbenen Bauch, das sich garnicht beim genüsslichen Mampfen stören lässt und auch wieder die netten Äffchen mit den weißen Augenkringeln. Aber auch seltsame Insekten wie die Stabameise. Alle Gliedmaßen und Körperteile sind viel, viel zu lang, so dass sich das Insekt merkwürdig schaukelnd vorwärts und aufwärts bewegt. Und auch hübsch bunte und formschöne fleischfressende Pflanzen mit Kannenblüten begeistern. Und auch, sich fröhlich kringelnde und sich von sehr hohen Bäumen herunterschlingernde Lianen, oder so was, sind recht nett anzuschauen.

Den Abend verbringen wir mit einem jungen Radelpärchen (um die 50). Der Kontakt kam über die, ein paar Tage zuvor getroffenen Radeljungs aus Malaysia. Die beiden Sportskanonen aus Salzburg, Andrea und Thomas, treten pausenlos nun schon seit letzten August um die 15.000 km. Nur unterbrochen durch gelegentliche Flüge, um die klimatischen Gegebenheiten der Wohlfühlradeltemperatur anzupassen. Nicht unklug. Wir vereinbaren für den nächsten Tag eine Inselumrundung. 

Die Beiden haben einen Plan für den morgigen langen Radeltag entwickelt. Abfahrbereit auf’m Radl um 7:30. So gehts wohl immer bei ihnen morgendlich früh und frisch, meist aus dem Zelt, ausgeruht los. Für uns fast Ok. Nur mit, aber angekündigten, 15 Minuten Verzug verlassen wir das Frühstückscafe. Die 85 km Runde war recht verkehrsreich und wären da nicht einige längere Ratschpausen gewesen, wäre es fahd geworden. 

Petra: 

Wahrscheinlich unternehmen die 3D artists von Avatar regelmäßig Schulungsreisen nach Penang (Georgetown). Was hier im Botanischen Garten oder oben auf dem Berg zwischen den Baumriesen des Regenwaldes wächst, teilweise auch aus anderen Regionen herbeigebracht, ist Fantasy real! Den ganzen Tag spazieren wir durchs Grün und können uns gar nicht sattsehen. 

Und Penang ist wahrlich eine Multikultistadt, malayisch-indisch-chinesisch mit kolonialem Erbe. Die Menschen hier haben die unterschiedlichsten Weltreligionen und führen dabei ein harmonisches Zusammenleben! So geht es eben auch!!

Und hallo, liebe Freunde zuhause: es würde uns übrigens freuen, hin und wieder auch mal von euch (per Mail oder WhatsApp) ein Lebenszeichen zu erhalten. Dieser Blog ist ja leider one way – wir schreiben unser Tagebuch (was natürlich nicht jedermanns/-fraus Fall ist), aber wir bekommen soooo selten Post von zuhause. Bin natürlich selber Schuld, weil ich keine direkte Antwortmöglichkeit in den posts eingerichtet habe, aber das Schreiben, Befüllen, Fotos auswählen und Einarbeiten ist schon eine ausreichende Aufgabe. Die dafür notwendige komplexe Rechteverwaltung einer Website verweigere ich sozusagen. Sorry for that.