(40.09815°, 64.69209°)(39.77322°, 64.42317°)
Schorsch:
Strecke von Osch bis Buchara hat mir gut gefallen. Die Weltkulturerbe-Orte, wie Sarmakand und noch so ein paar waren toll. Knapp 1000 km waren’s. Nur 2 mal sind wir ins Taxi gestiegen. Einmal kurz vor Samarkand, weil sonst nur Autobahn und über einen Berg. Die Temperaturen waren optimal. Könnte gerne noch so weiter treten. Aber Schluss jetzt. Unser nächstes Ziel ist Chiva. Abgelegener Wüstenort an der Seidenstraße. 450 km durch Wüste, womöglich viele LKWs. Keine Infrastruktur in Form von Kaltgetränke-Buden oder Unterkünften. Nix für uns Warmduscher.
Sooooo! Und jetzt haben wir die Bahn-Kilometer aufgeholt.
Bahnkilometer: 12185
Fahrradkilometer: 12216
Knapp! Und recht vergänglicher Triumph. Die Reiseleitung und Ticketorganisationskönigin bucht gerade in der Sekunde die Zugtickets hin und zurück nach Chiva.
Petra:
Je näher wir Buchara kommen, desto öfter sind die Fenster in den Dörfern verhangen. Zum Einen, weil sich die Glasscheiben dahinter bei Sonne viel weniger aufheizen oder gegen Staub geschützt sind, zum Anderen um Einblicke zu verhindern. Denn auch hinter den Fenstern decken vorallem tiefblau leuchtende Stoffe Tageslicht blickdicht ab. Blau – also die Farbe der Reinheit. Mann stelle sich das in den eigenen vier Wänden vor? Man ist natürlich ganz anders sozialisiert und hadert damit. Aber wie ist es, wenn man in dieser Tradition aufwächst? Was an Äusserem wirkt auf den Charakter eines Menschen? Wir haben die Freizügigkeit, hier ist es die Beschränkung. Ist deshalb in unserer Gesellschaft mehr Egoismus verbreitet, sind hier die Frauen ausgegrenzter? Daraus ließe sich eine endlose Kette an Fragen knüpfen, die aus einer nur „westlichen“ Perspektive und Sichtweise aber unmöglich zu beantworten sind. Aber egal, es ergeben sich daraus auch endlose Fragen, die man an sich selbst stellen kann. Und das ist im Leben auf Reisen unbedingt ratsam.







































