Beim Frühstück verabschieden wir uns von Marcus, der heute noch sein Fahrrad für das CBR überholen lässt. Wir starten gemächlich zum Visitor Center des HuaShan und reihen uns in Folge in mehrere Warteschlangen, die letztendlich nach gefühlt 1 km Anstehen mit einer Busfahrt und dem Einstieg in die Seilbahn enden. Drei Jungs im Alter von 16 Jahren adoptieren uns quasi in der Zeit und geben uns mittels gutem Englisch Tipps zu lokalen Gerichten, helfen beim Ticketkauf, der Orientierung und leisten einfach nette Gesellschaft.

Und ab dem ersten hohen Bergkamm, den die Seilbahn überwindet, wirds schlagartig spektakuär. Jeder springt auf und johlt wie in der Achterbahn. Breathtaking! Senkrechte Wände wohin man blickt. Grandios.

Die Seilbahn wurde durch ein Loch in der größten Wand getrieben. Man entsteigt im Berginnern, bevor es über einen früheren Tempel und vielen vielen Treppenstufen zu West- und Südgipfel geht. Natürlich sind außer uns auch tausende Andere unterwegs. So geht es in Kolonne über den heiligen Berg. Egal, es macht totzdem unglaublich Spaß inmitten des Gewurles diese traumhaften Ausblicke zu erleben. Direkt vor sich die Felswände, aus denen vereinzelt Kiefern wachsen und in der Ferne eine grün überwucherte Zupfkuchendecke. Man möchte sich diese Perspektiven ins Gedächtnis einbrennen, aber Ruhe und in sich gehen – nicht hier und nicht heute. Schnelle Fotos müssen genügen. Schorsch spielt sich in dem Menschentrubel voller Himngabe  mit seiner Insta und schneidet ein superwitziges Video, auf Youtube zu sehen:

Einer der heiligsten Berge Chinas
https://youtu.be/KX_kCjJVXlA

Die ganze Sache ist mächtig schweißtreibend, da es entweder steil bergauf oder bergab geht. Nicht umsonst gibt es hier nur Stufen. Die Tempelanlagen, mutig an Felskanten geklebt, sind ihres ürsprünglichen Zwecks und Spirits ziemlich beraubt. Den ein oder anderen Besucher sieht man noch in Andacht.

Abends in der Talstation probieren wir die lokalen Empfehlungen der Jungs. Biang Biang Nudeln und chinesischer Burger. War es die Anstrengung des Tages, dass uns beides wirklich ganz köstlich schmeckt? Danke Markus, dass du uns den Mut auf chinesisches Essen zurück gebracht hast!