Petra:
Heute also die moderate Bergtour über den zweiten Finger des Peleponnes. Die Vegetation ist hier in der Höhe schon karger, blühende Wildblumen gibt es aber noch genug. Teils in großen kugelrunden gelben Büschen, teils in kleinen roten Stauden. Trotz einiger Steigungen ist die kleine Landstraße perfekt zu radeln. Kein Verkehr und bestes Panoramafeeling! Einfach draußen in der Natur, die Nase im Wind und das Glück, das alles hier machen zu können. Auch wenn sich im Laufe des Tages alles wieder umkrempelt und die Fähre, die nur einmal die Woche fährt, gar nicht fährt. So what, wir passen uns wie die Strömung im Wasser einfach an.
Beim Mittagessen ergibt sich mit einem Schweizer ein passender Plausch zum Thema Langzeitreisen. Jünger als wir und mittlerweile mit Familienanhang, zog er auch schon um die Welt. Die kleine Tochter – rotzfrech – didscht mit dem Finger unter dem Aufjaulen aller, fröhlich mitten auf Schorschs Crème Caramell um die Konsistenz zu testen, mit der Frage: was ischdes?
Schorschis Senf:
Meisterin der Fahrpläne:
Bis die 30 km bis Gythio abgerollt sind, sammeln sich dann doch 340 Höhenmeter zusammen. Und ein weiterer Speichenriss. Das zweite Mal jetzt direkt nach einer Bergabfahrt mit vielen Abbremsungen. 3 hab ich jetzt noch. Ich sollte bald einen kompletten Speichenwechsel anstreben. Und mit Gepäck keine zu schlechten Wege holpern.
Und auch doof, die Fähre nach Kreta is wegen Starkwind gecancelt. Nächste Woche wieder, wenn’s Wetter passt. Erfahren wir von einem schon mal getroffenen Deutschen, der auch per Bus und Fähre unterwegs ist und auch die Überfahrt nach Kreta nehmen wollte. Er fährt nach Athen und dann mit einer großen Fähre, die wohl bei Wind auch losschippern, nach Kreta. Weiter problematisch, übermorgen, 1. Mai, streiken landesweit alle Fähren. Und schon wirds wieder rasant bis Mitternacht. Zur winzigen Busstation und Ticket über Sparta nach Athen kaufen. Der Ticketverkäufer ist pfiffig und macht den Vorschlag den Busfahrer zu fragen ob er uns in Athen an der Metro nach Piräus (Fährhafen) raus lässt. Zunächst aber ist noch unklar, ob der kleine Bus nach Sparta Platz für die verpackten Räder hat. Hat er dann und einen weiteren Bus und 4 Stunden später stehen wir vor einer laaaaangen defekten Rolltreppe zur Metro. Nach mühsamen Schleppen, Fahrradtaschen und Gepäck, zeigt ein vorwitziger Passant auf einen Aufzug, 20 Meter weiter. Aber dennoch läuft wieder alles entlang einer Perlenkette. Die Meisterin der Fahrpläne und Ticketschalter hatte wieder alles perfekt unter Kontrolle und wie ein Blindenhund zieht sie mich durchs Gestrüpp der Zeit- und Wegepläne zur Haltestelle Piräus. (Mit eingestreutem Lob die Dame bei Laune halten). Diesmal geht’s mit Aufzug hoch. Räder zusammenbauen und ab ins 200 Meter entfernte Hotel. Direkt am Fährhafen. Duschen – Einschlafen.











