Schorsch:

Wir verpassen also nicht, dass die Fähre für 2 Tage ausgesetzt ist. Auch am dritten Tag ist’s spannend und nur schwer rauszufinden ob’s los geht. Aber schön, Mittags sagen die Meisten die wir fragten, dass die Fähre geht. Das Abfahrtterminal ist aber noch dicht und sieht immer noch so aus, als ob Fährbetrieb generell eingestellt wurde. Um 18:00 soll es öffnen. Wir lungern so lange rum und bestaunen die schäbigen Ecken der Stadt. Um 18:00 dann tatsächlich lässt sich am Terminal ein Ticket am Automaten kaufen. Aber nur Eines. Das Zweite wird verweigert. Tatenlos und machtlos steht der Menschen der Technik gegenüber, der Puls steigt und die Haare werden noch ein wenig grauer. Um 20:00 Uhr öffnet dann der Schalter. Ein weiteres Ticket kann gekauft werden. Um 21:00 ist Einlass. Ich leg mich sofort und in Klamotten in die zweite Etage der Stockbetten-Pritsche im Sammelschlafsaal für schnarchende Herren.

Das Schiff macht morgens um 6 Zwischenstopp auf einer kleinen, zu Taiwan gehörenden Insel und zahlreiche Soldaten steigen aus. Das Entladen des Proviants dauert und es wird getrödelt. Wir haben Verspätung und verpassen das Anschlussboot. Nein, nicht nochmal auf Nangang/Matsu Island stranden! Es ist eigentlich ein winziger Fährhafen, aber es bleibt uns erst mal verborgen, dass ums Gebäude rum, ein extra Terminal für Inlandsinseln existiert. Bis sich wenige Minuten vor Abfahrt eine weitere Möglichkeit, mit 1 x zusätzlichem Umsteigen, eröffnet. So zieht sich der Tag und um 16:00 ist wieder Festland China unter den Rädern.