Heute holen wir unser reserviertes Mietauto in der Nähe des Bahnhofs ab. Dorthin geht es wieder mit der Hochbahn. In den fast neuen Nissan Roox, eines dieser kleinen Kurzschnauzautos, passt unser gesamtes Gepäck richtig gut rein. Zunächst ist noch unklar, wohin wir heute eigentlich wollen. Dann entscheiden wir uns, als Erstes in Richtung Fuji loszufahren.  Die nächsten Tage soll gutes Wetter sein, was wir für gute Sicht auf diese Schönheit ausnutzen wollen.

Um mich an den japanischen Verkehr zu gewöhnen, planen wir ohne Autobahnen. Von Kobe über Osaka an Kyoto vorbei zum Biwa See. Unser Navi errechnet für 150 km sechs Stunden Fahrzeit. Und die brauchen wir auch, denn mehr als zwischen 40 und 60 h/km sind nirgendwo erlaubt und dabei hangeln wir noch von Ampel zu Ampel. Schorsch zerreißt es auf der Fahrt neben mir fast, der hat mit heftigem Heuschnupfen zu kämpfen und assistiert mir mit tränennassen Augen.

Irgendwann stelle ich fest, dass ich bei der heutigen Hotelbuchung – super günstig, großes Zimmer – ein Detail übersehen habe. Check-In ist erst um 21 Uhr! Uaah, ich habe uns ein Stundenhotel gebucht. Am Ende des Tages ist aber alles gut. Wir essen recht gut bei der Foodkette Joyfull, für Schorsch wird noch ein hilfreiches Nasenspray gekauft und das Zimmer ist vollkommen ok. Nur der bereitliegende Massagestab samt Kondomauswahl bleibt unangetastet. Und das Pornovideoprogramm In&Out ist uns auch zu teuer. Na ja, Rentner unterwegs …

Schorsch, Mietautotag: Los geht’s mit dem schnuckelig kleinen Nissan Roox. Für 10 Tage soll er uns und die Fahrräder durchs Land rollern. Petra ist mutig und wagt sich als Erste in den Linksverkehr und durch volle, enge und wirre Straßenführungen. Ich bin als Beifahrer aufmerksam auf der Hut. Alles ist schon recht ungewohnt.