25,04106° N, 102,72013° O / 21,99431° N, 100,79927° O

Gefühlt irgendwann geht’s dann doch mit dem Zug weiter Richtung Laos. Die Landschaft ist hügelig und dünn besiedelt. Winterlich/Trockenzeit karge Reisplantagen und Teeplantagen sind nur als kurze Blitzlichter zu erahnen. Die Strecke führt meist im Tunnel.

Einschub Tunnel:

Da kann ich selten die wahrscheinlich wunderbare Landschaft gucken. Da bleibt Zeit für Nachfragen: Die China-Laos-Eisenbahn ist insgesamt rund 1 035 Kilometer lang. Davon verschwinden über 590 Kilometer im Berg. Mehr als die Hälfte der Strecke liegt in Tunneln.Gebaut wurden dafür 167 einzelne Tunnel, vom kurzen Schlupfloch bis zum echten Monsterbauwerk. Der längste davon, der Anding-Tunnel, misst stolze 17,5 Kilometer. Und als Bonus gibt es noch den grenzüberschreitenden Friendship-Tunnel zwischen China und Laos mit knapp 10 Kilometern Länge. Das alles entstand in etwa fünf Jahren.

Baubeginn: Ende 2016.

Eröffnung: Dezember 2021.

Fünf Jahre für über tausend Kilometer Bahn, hunderte Brücken und fast sechshundert Kilometer Tunnel durch tektonisch schwieriges, tropisches Bergland. Zack, fertig.

Die letzten Tage war was in den Deutschen News über den Brenner Basistunnel:

Der Brenner-Basistunnel ist Europas Prestigeprojekt durch die Alpen. Er ist kein Streckennetz, sondern „nur“ ein Tunnel – allerdings ein gewaltiger. Die reine Länge der beiden Hauptröhren beträgt rund 64 Kilometer. Rechnet man Erkundungsstollen, Rettungs- und Verbindungstunnel dazu, kommt man auf ein unterirdisches Tunnelsystem von etwa 230 Kilometern.

Gebaut wird daran seit ungefähr 2007.

Die angepeilte Inbetriebnahme lag bei 2032. Die Aktuelle Meldung: jetzt 16 Jahre später.

Vor Laos zuerst aber noch in die letzte chinesische Stadt vor der Grenze, Xishuangbanna. Mittelgroßes Städtchen. Das Highlight ist der Manting Park, der frühere Garten des Dai-Königshauses. Hier haben wiedermal die chinesischen Mädchen und Frauen einen riesigen Spaß sich zu verkleiden und ordentlich zu Posen. Und Abends dann, darf ich noch lange in einer gut besuchten Tempelanlage sitzen und all den Anderen zugucken.