So geht’s dösend, ungemütlich schlafend, auch mal stehend, auch mal den Kopf auf der Tischplatte liegend, auch mal seitwärts im Sitz lehnend, auch mal aufschreckend, weil der Kopf beim Eindösen zur Seite oder nach vorn bis zum den Anschlag wegkippt und auch mal etwas wehleidig, wach, durch die Nacht hangelnd. Dennoch, durch die Ohrstöpsel unbeeindruckt von den Schlaflosen, die ständig einen elektronischen Geräuschpegel fabrizieren. Würd ich nicht seit 2 Monaten mit Morgendehnungen in den Tag starten, wäre ich schmerzhaft verspannt. So bin ich lediglich gerädert.
Mittags dann, in Lanzhou, am Bahnhof, sehen wir zu, dass wir hurtig aus dem Zug kommen. Der Zugbegleiter hilft und öffnet die sonst verschlossene Ausstiegstür. So können wir schnell die Räder rollbereit montieren, so dass keine Aufseherin zum Ansporn in ihr Megafon plärren muss. Schnellstens gleich ins Hotel gegenüber vom Bahnhof, was futtern, duschen und im überhitzten Zimmer seelig schlafen. Um dann am späten Nachittag wieder bereit für den Aufstieg zu einer Pagode zu sein. Ein Taxi bringt uns hin. Hübscher ruhiger Platz zum Sitzen und um die Restmüdigkeit wegzudösen. Außerdem hat’s Aussicht zum Gelben Fluss und der ersten 1909 darüber erbauten Eisenbrücke. Inzwischen eine große Touristenattraktion. Das Fehlen, für mich leckeren Gerichte, treibt uns zu Pizza Hut. In der Nähe der Brücke gelegen und in einer trubeligen Gegend. Trubelig und fröhlich bevölkert von Einheimischen. Hab schon seit Tagen keine Europäer oder Amis mehr gesehen. Eine junge Dame wollt vorgestern mal ein Foto mit Petra machen. Ihre erste Ausländerin, die sie sieht, sagt sie. Zusammen mit mir, mag heute eine junge Dame, strahlend, ein Selfie knipsen. Und ich in meinem vom Hügelaufstieg verschwitzten Shirt. Beschließe umgehend nur noch Shirts zu tragen, die keine Schweißflecken zur Schau stellen, denn weiß man, in wievielen sozialen Netzwerken ich als Attraktion gepostet werde.
Nach der Pizza zurück zur Eisenbrücke. Die und der Pagodenberg sind aufwendiger beleuchtet und mit sehrsehr vielen Besuchern bevölkert, die dort ihre Abendstunden flanierend und knipsend, sowie wir auch, hübsch verbringen.








































