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Schorsch: Und auch das tut wohl! Ausgiebiger Abendessen-Ratsch mit Susanne und Bäda und Bootsausflug am nächsten Tag, zu – mit kleinen und großen Buddhas übersäten Höhlen. Der Bootsausflug beinhaltet auch einen Touristop in einem kleinen, aber mit Shops übersähten Dörfchen. Dort wird Schnaps gebrannt, in Flaschen befüllt und sowohl Schlagen als auch Skorpione werden mit reingestopft. Einen Buddahtempel hat’s auch. Klar! Hier sind an den Wänden teils gruselige Szenen dargestellt, in denen Sünder gequält werden. Zunächst unklar warum.
Daher wiedermal nachgekuckt: In buddhistischen Tempeln sind Darstellungen von Gewalt oder Misshandlung meist Teil von Karma- und Höllenszenen (Naraka). Sie zeigen die Folgen schlechter Taten wie Töten, Lügen, Diebstahl oder Grausamkeit und dienen als moralische Warnbilder, nicht als Gewaltverherrlichung. Das Leiden ist im Buddhismus nicht ewig, sondern endet, sobald das negative Karma verbraucht ist. Die drastische Bildsprache sollte traditionell auch Analphabeten und Kindern Ursache und Wirkung verständlich machen. Den Gegenpol bilden Darstellungen von Buddha, Mitgefühl und Erleuchtung – sie zeigen den Ausweg aus dem Leiden.
Irgendwer kommt auf die sagenhafte Idee am nächsten Morgen das Monch-Feeding zu begucken. Um 5:00 klingelt der Wecker! Meiner, friedliches sanftes Getrommel. Bei der Dame im Zimmer wird in Sonderfällen auch ein Weckruf eingestellt: laut bellende Hunde lassen mich ängstlich hochschrecken! Super!
Bei Sonnenaufgang darf der, der sein Karma etwas polieren möchte, den Möchen eine Essensgabe spenden. Für die in Massen angekarrter Touris stehen vorgefertigte Pakete mit Reis und Süßigkeiten bereit. Viel zu viel! Jede Menge Touris befüllen den Beutel der wenigen und schlanken Mönche. Alle paar Meter wird der Beutelinhalt an unauffällig am Rand sitzende Frauen abgegeben. Recherchen ergaben, der Überfluss wird an Bedürftige in der Umgebung weiter verteilt. Böse Zungen behaupten, dass der Reis abends dann auf den Tellern der Touristen landet. Aber dennoch! Hier in Luang Prabang sind viele Besucher. Die Menschen in kleinen Hüttchen und Dörfern in der Umgebung, die nicht vom Tourismus profitieren, können sicher Unterstützung brauchen.
Uns ist das Treiben etwas zu unecht und lieber beschäftigen wir uns mit echtem lecker belegtem Baguette und Espresso oder Cappuccino für Susanne und Bäda. Für uns ist am Nachmittag Weiterziehzeit. Zuvor aber besteigen wir noch als gemeinsamen Abschiedswalk den Hausberg und gucken runter.
Dann los. Räder und Taschen ins Tucktuck und Abschied nehmen. Schön und abwechslungsreich war’s. Vielleicht kann man sich ja nächstes Jahr in Sri Lanka zur Adams Peak Besteigung wieder treffen. Die Beiden ziehen ein paar Tage später weiter nach Nordlaos. Treckingtouren in abgelegenen Gegenden. Von den Beiden geschickte Bilder beweisen, dass sich ihr Abstecher lohnt.
Für uns ist’s erstmal, wahrscheinlich, die letzte Zugfahrt für längere Zeit. Nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Gut so, der Zug ist voll und wenig bis kein Platz für uns und die Räder. Unsere reservierten Sitze sind 6 Zugabteile auseinander. Ich vergeb meinen Sitz an einen schwergewichtigen, der zu intensiv an meinem Radl lehnt. Da bin ich in los.
Petra: Wir verbringen zusammen zwei wunderbare Tage mit einem Bootsausflug zu den Pak Ouv Höhlen und dem Schlendern durch diesen Ausnahmeort. Genuß ist angesagt, beim hervorragendem gemütlichen Abendessen oder Kaffeebesuch mit frischen Croissants – ein Vorteil dieses Tourismus-Hot-Spots. Die skurrile andere Seite davon: um 5 Uhr morgens verläuft der „Gang der Mönche zur Speisung“ wie ein Tourismusevent. Mehr Besucher denn Mönche flankieren die Straße, in der das Essen für den Tag eingesammelt wird. In der Tradition werden so die Mönche versorgt und den Gläubigen wird die Gelegenheit geboten, Gutes zu tun um das eigene Karma zu verbessern.








































































