(2.04636°, 102.56778°)(1.84455°, 102.93508°)(1.64003°, 103.25459°)

Nach Melaka können wir meist auf komplett ruhigen kleinen Straßen Richtung Süden radeln. Friedvoll, mitunter mit schön angelegten Rändern, entlang Kanälen oder eben den üblichen Plantagen. Die verstreuten Häuser sind hier moderner, stattlicher und irgendwie mit besser gepflegten Anwesen, als im Norden Malaysias – gediegener Mittelstand. Angenehmes Radeln im Grünen. Muar verblüfft mit einem besonderem Konzept. Die alten und neuen Ladenhäuser im Zentrum sind je nach Straßenzug in einer Farbe gestrichen. Also man kommt aus einer hellblauen Straße, biegt um die Ecke und befindet sich in einer rosa Straße, fährt ein Stück und quert eine gelborange Straße. Quasi wie bei Monopoly. Ein europäischer Restaurator bekäme zwar Bauchkrämpfe, auch weil handwerklich ziemlich hingepfuscht, aber bunte Farben, gerne wie im Kinderzimmer, sind hier typisch. In Muar findet sich wieder richtig gute StreetArt, was nicht in jedem Ort zutrifft. Während wir in Batu Pahat in einem richtig guten Hotel übernachten, wird‘s in unserem „Premiumzimmer“ in Behut eng. Erschwerend kommt hinzu, dass es auf den letzten drei Kilometern noch zu Schütten anfing und unsere Klamotten im Zimmer trocknen müssen. Den ganzen Tag umkreisten uns schon rabenschwarze Wolken. Aufgrund der Zimmergröße verunfalle ich an einer Bettkante und lege mich ungewollt flach. Unsere Schutzengel waren aber wieder auf Zack, und alles war wieder gut nachdem sich der Zehschmerz verzogen hatte. Eine Verunfallte zuhause – ohne Namen nennen zu wollen – kam beim Tretrollerunfall mit Gesichtsbremsung auf Asphalt leider nicht so gut weg. Autsch!