(41.425649, 75.983526) (41.356582, 76.627675)
Wanderausflug zum 40 km entfernten Bergsee Kol Tor. Der Weg wird zum Ziel. Wie schon die Tage zuvor ziehen die Viehherden aus den Seitentälern in die tieferen Lagen. Näher an die Dörfer und auf die Winterweiden. Es sind Massen. Ich schätze mehr als Zehntausend Tiere laufen heute an uns vorbei. In der Weite sieht man bereits die Staubwolken der einzelnen Herden. Grandioses Schauspiel, vorallem an Schluchten und vor der einmaligen Bergkulisse.
Gegen die Zugrichtung bleibt man als Autofahrer auf der Straße einfach stehen und die Tiere umfließen jedes Hindernis, also auch uns. Problematisch ist unser Vorwärtskommen mit der Zugrichtung. Hier ist festzuhalten, dass Kamele maximal vorausschauend – obwohl wir ja von hinten kommen – zügig von der Straße weichen. Auch die Yaks, weil eher scheu, drängen schnell zur Seite. Pferde sind schon etwas eigenwilliger und reagieren zögerlich, mal so mal so. Kühe sind dafür gelassen und demzufolge extrem gemächlich. Bei Ziegen und vorallem Schafen ist dagegen kaum mehr ein Durchkommen. Den Schafen gilt das Auto auch nur als Schaf.
Viele der reitenden Viehtreiber sind à la Pussi Riots komplettvermummt. Klar, den ganzen Tag werden sie eingestaubt. Ihr Lächeln erkennt man trotzdem noch über die zugekniffenen Augenschlitze.
Schorsch:
Schon nett anzusehen die zahlreichen Vieherden. Aber man muss schon Acht geben. Unbedarft geltender Verkehrsregeln tritt schon so manches Tierchen plötzlich auf die Straße und mag gerade jetzt, wo wir daherkommen, zur anderen Straßenseite wechseln, wo’s womöglich besser schmeckt oder die Freundin schon drüben ist und es blindlings hinterher mag.
Riesige Herden werden, wenn’s eng ist, auf den Fahrwegen entlanggetrieben. Plötzlich steht man mittendrin. Kommt die Herde entgegen, ist’s keine große Sache. Wir warten einfach bis alle an uns vorbei hoppeln. Bei Schafen ist’s ein rechtes Gedränge und die Schlappohren flattern munter auf und ab. So manch ein Schaf, das verträumt schlendert, erschrickt schon mal wenn plötzlich wir im Weg stehen und links und rechts der Nachbar fehlt. Es kann sich dann nur schwer entscheiden welche Ausweichrichtung die Richtige ist. Es steht dann da, blökt und schaut doof.
Muss so ein Gedränge allerdings überholt werden, muss munter gehupt werden. Hier die Rangliste der Ausweichler:
Pferde wissen es am Besten und weichen ohne Gehupe. Machen geordnet Platz am Fahrbahnrand. Yaks sind generell scheu und ängstlich und sind auch schnell weg. Versuchen allerdings, etwas panisch, das Weite zu suchen. Auch schon mal den steilen Hang hoch. Besser ist‘s da sehr langsam zu fahren. Nicht dass noch was passiert. Kühe sind so lala beim Ausweichen. Oft vertieft im Tratsch mit der Nachbarkuh. Da muss schon mal gehupt werden. Klappt aber dann. Schafe sind schlimm. Hoppeln nur im Pulk. Rennen hin und her und weichen recht zögerlich bei Gehupe. Ohne Horn geht nix vorwärts.
Viehzählung 2025 lt. ChatGPT
| Tier | Bestand |
| 🐎 Pferde | 565.971 |
| 🐂 Rinder insgesamt | 1.859.010 |
| 🐃 davon Yaks | 66.858 |
| 🐑🐐 Schafe + Ziegen | 6.331.600 |
Zusammgezählt sind das so um die 8.760.000 Viehzeugs. Man steht also immer, immer, immer, in einem Mist-Häufchen. Oder liegt drauf, wie ich bei zahlreichen Reifenwechseln.
























