In Odawara treffen wir Franca, Verwandtschaft aus „Herxe“, die uns gerade mal vor drei Tagen anschrieb. Da hatte sie erfahren, dass wir auch in Japan sind und das führte uns ganz überraschend zusammen. Der Abend war schon supernett und die gemeinsame Wanderung am nächsten Tag bei Hakone tat uns allen richtig gut. 

Fast alle entgegen kommenden Wanderer hatten Bärenglöckchen. So gingen wir mal davon aus, dass die Bären schon vertrieben waren, bevor wir auf der Bildfläche erscheinen würden. Die Gefahr ist in Japan aber leider sehr real. 

Schorsch:

Und weil wir mit dem Auto so hübsch flexibel sind, können wir uns kurzfristig auch mit einer Verwandten, die zufällig auch gerade in Japan ist, zum Ratsch und Wanderausflug treffen. Der abendliche Lokalbesuch zum Futtern und Ratschen im erweiternten Personenkreis ist schon mal sehr gut. Die Wanderung am Folgetag ist schön, aber der Fuji bleibt dieses Mal wolkenverhüllt. Macht aber nix. Steile und ausgewaschene Wurzelwege führen hoch. Ab und zu kommen uns Wanderer, brav mit Bärenabschreckglöckchen bestückt, im Wanderschritt klingelnd, entgegen. Unten warnt auch ein Bärenwarnschild und weist auf Verhaltensregeln hin. Etwas mulmig ist uns schon! Schließlich gab es in Japan dieses Jahr bereits 20 tödlich Bären-Attacken. Die allermeisten wohl ziemlich weit nördlich in Japan. Angeblich wird dort auch das Militär eingesetzt, damit die Menschen dort wieder sicher ihr Haus verlassen können. Wohl schlendern dort schon ab und zu einige Bären in Dörfern umher. Und auch in dieser Gegend sollen Einige bereits durch die Wälder streifen, warnt die Bären-Sichtungs-Karte. Dennoch: Der Wandertag war eine hübsche Sache und mit Franca zu plaudern, Reiseerlebnisse auszutauschen, mal wieder andere Muskeln zu beanspruchen erfreut.