Petra:
Wir checken aus unserem Zimmer aus, das zwischen Oldtimersammlung und Orangenbäumen lag. Von Olympia aus zuerst mal über einen kleinen Hügel, dann hübsch am Fluss entlang. Heute fahren wir entlang einer selbst geplanten Strecke, um die Hauptstraße soweit möglich zu vermeiden. Das klappt auch sehr gut und die kleinen Wege belohnen uns mit entspanntem Fahren, wenngleich im leichten Zickzack. Nur bei größeren Flüssen müssen wir auf die Hauptstraße zurück, um über Brücken zu kommen.
Wetter ist wieder mal optimal. Und die abwechslungsreiche Landschaft macht Spaß. Ohnehin blüht ja jetzt alles wie verrückt und noch nie gesehene Sträucher hat es auch. Wir sichten das erste Wassermelonenfeld.
Gefühlt in jedem eingezäunten Grundstück spurten uns anbellende Hunde entlang. In allen Tonlagen und je nach Hundebauart grimmig oder nervig hell kläffend.
Mittags verpflegen wir uns so wie eigentlich immer über den Supermarkt. Das ist dann auch die einzige längere Tretpause am Tag.
Später, an einem mit Pinienwald und Grasflächen bewachsenen herrlichen kilometerlangem Uferstreifen treffen wir auf jede Menge Camper mit Wohnmobilen, meist Deutsche. Von Trucks bis zu bunt bemalten Expeditionsmobilen ist alles dabei und es ist klar, dass die hier länger stehen. Einer von ihnen erzählt uns, dass sich zwischen 300 bis 500 hier über diesen Winter niedergelassen haben. Hier zu stehen kostet nichts und alle halten sich an die logischen Verhaltensregeln, wie den Platz in Ordnung zu halten. Schilder an den Bäumen von Lieferservices und angrenzende Restaurants zeigen, dass hier zwischen Griechen und Wandervolk eine dienliche win-win Situation besteht.
Schorschis Senf:
Gestern haben wir noch fleißig eine Strecke geplant. Mit Garmin BaseCamp am PC. Die Hauptstraße und massig Höhenmeter sollen wieder gemieden werden. Möglichst auf Nebenstraßen, zur Not auf Wegen die in der Karte als Gestrichelt (eventuell Unbefestigt) dargestellt sind. Die zufahrenden Höhenmeter immer im Fokus entstehen 2 mögliche Routen. Die erste quer durchs Land mit 4100 Höhenmetern und 180 km. Die zweite, meist die Küste entlang und zwei Querungen der Arme von Peloponnes, mit 3900 Höhenmetern aber 100 km länger. Die erste Route währe uns fahrtechnisch mehr entgegengekommen. Aber es gibt dort wenig Hotels und es hängen dunkle Wolken in den Bergen. Also los auf Route zwei. Es läuft ganz gut dahin mit viel beschaulichen Wegen direkt an der Küste oder durch schöne Plantagenwäldern. Es sind aber auch schon teilweise sehrsehr holprige Pfade zu fahren. Für MTB ohne Gepäck geeignet. Ab und zu hat auch jemand sein Haus auf den Weg gebaut und wir müssen Umwegen. Ingesamt aber die bessere Wahl als nur die Hauptstraße entlang. Dort nimmt der Verkehr auch ab. Zum Abschluss gibt’s sogar noch Schwimmzüge im erfrischend kühlen Hotelpool.















