Nach der Routenplanung von Peking bis zur Küste, gab es heute Themenwechsel. Eine ehemalige Rüstungsfabrik ist das angesagte Kunstareal von Peking und es ist riesig. Locker kann man hier einen ganzen Tag verbringen – einzig, die großen Ausstellungen gehen auch ins Geld.

Neben Galerien und Ausstellungshallen gibt es ausgefallene Läden, Gastro und gegensätzliche Architektur. Schorsch freut sich über eine Pizza und das interessante Publikum. Ich freue mich über Kunstansichten.

In der Ausstellung ‚Future you – code and soul‘ wird die menschliche Figur in mal massive, dann wieder zerbrechliche futuristische Formen übersetzt, die zerfliesen, zersplittern und sich zerlegen. Vielleicht schon ein Ausblick auf zukünftige architektonische Modelle? Was das ganze Besonders macht, ist die Weichheit und Sensibilität der Farben und adaptierten Materialien, die die martialische kraftvolle Form des Körpers umfängt. Immense Stärke, verbunden mit dem Konzept von Harmonie und dem Mut zu Neuartigem. Und das ist meiner Meinung nach, die Essenz des aktuellen Chinas (Schorsch kann diese  These überhaupt nicht nachvollziehen).

Die Tatsache, dass Kunst vermag, solche Einsichten zu öffnen: sie ändert den Blick und macht ihn weit und deshalb liebe ich sie. An Exhibition of Universal Everything – so steht es auf der Eintrittskarte.