Die Nacht war etwas kurz für uns. Zwei doppelte Espresso und ein ausgiebiges Frühstück richteten aber alles gerade. 

Heute durchfuhren wir – wie das bei Radreisen so ist – ein Potpurri an Eindrücken. Zur angenehmen Art gehörten die Passagen direkt am Meer. In Patras sah das ähnlich aus wie in den Münchner Isarauen, Freizeitvolk, Familien beim Ballspielen, krachend volle Bars und Cafes mit coolen, alle schwarz gekleidete Casuals. Dann am Horizont die Brücke, die den Golf von Korinth überspannt und das Festland mit dem Peleponnes verbindet. Angeblich Hriechenland teuertes Bauwerk der neueren Zeit. Gestern hatte uns der Bus drüber geschuggelt. Ein paar Kilometer hinter Patras dann eine ruhige kleine Strasse mit Restaurants gesäumt, die Tische und Stühle direkt am mit Wellen schwappendem Ufer. Außerdem kamen wir durch eine riesen Erdbeerplantage, vorbei an Sumpflandschaft, bis wir unseren Zielirt erreichten.

Zur unangenehmen Art gehörte phasenweise eine enge Landstraße mit angeregtem Verkehr, eine kleine Küstenstraße, die laut GPS durchlaufen sollte aber jäh an schotterigem Strand endet. Also müssen die Räder schwerst geschoben werden um wieder Asphalt zu erreichen.