Die Insel ist – abbgesehen von den verkehrsreichen Straßen – wirklich traumhaft. Wir cruisern mit zwei Motorrollern bis zum See Danau Batur, beim zugehörigen Vulkan Batur. Interessanter sind aber die Straßendörfer entlang kleiner Landstraßen, die wie exotische mittelalterliche Paläste wirken. Man fühlt sich wie in einem alten Märchen. Die Orte sind gesäumt von Tempeln. Jeder ihrer Eingänge wäre bei uns schon eine eigene Sehenswürdigkeit. Es sollen zigtausende sein.
Täglich werden Opfergaben vor ihnen abgelegt, aber auch auf den Gehsteigen und vor Toreingängen werden zu kleine Tellerchen gefaltete Bananenblätter mit buntem Inhalt (Blumen, Reis, Früchte) abgelegt. Morgens sieht man die Frauen beim Basteln und Zusammenstellen. Vom Berg ziehen sich die Straßen auf Hangrücken gerade wie Finger in die Ebene. Dazwischen sind tief eingegrabene Täler, teils Schluchten. Quer zum Berg gibt es deshalb keine Durchkommen. Wir kommen abends leider in die Nacht, weil wir einen ungeplanten Umweg fahren.
Schorschi
Scooter-Ausflugstag. Wir sind besorgt, dass wir stecken bleiben, dass ein kleines Motorrollerchen uns zwei nicht die steilen Straßen der zahlreichen zu querenden Flussttäler wieder hoch schafft. Vom Vulkankrater gehen ringsum überall Flussläufe runter, die sich tief ins Vulkangestein gegraben haben. Mit zwei kleinen Kröten geht’s also los. Hoch zum Vulkanrand des Mount Rinjani. Dort öffnet sich der Blick auf den wesentlich höheren und aktiven Mount Barujari. Der hockt in der Mitte des äußeren Kraterrands. Ein See ist auch da. Die Szenerie ist etwas touristisch angehaucht. Nur daß garnicht so viele Touristen da sind. Schon steil runter geht’s und dann den See entlang. Und dann wieder zurück. Könnten schon weiter und drüben wieder hoch, wären dann aber komplett auf der anderen Seite der Insel und müssten im weiten Bogen zurück. Zu weit! Dafür finden wir eine kleine Straße die zwischen zwei Flußtälern abwärts führt. Ganz hübsch. Kein Verkehr und kleine Dörfer machens fein.
Müssten dann noch einige Flußtäler queren und wären dann rechtzeitig zurück um noch etwas im Pool zu dümpeln. Weil ich aber das GPS wieder in der Hemdtasche habe, wird wie schon beim Mount Bromo der eingegebene Zielpunkt durch unbeabsichtigtes hin und herschütteln in der Hemdtasche ganz woanders hin gesetzt. Dem ich dann doof folge. Und merken tu ich es erstmal garnicht. Bis die Häuser immer dichter werden und wir in der 20 km entfernten Hauptstadt und an der Küste sind. Wenigstens gab’s unterwegs noch hübsche Reisterrassen. Petra pinselt, ich knipse. Aber die Kisten haben wenigstens Licht das uns heimleuchtet. Erkenntnis des Tages: Ich muss das mit dem GPS unbedingt in den Griff kriegen und beim nächsten Scooterrent unbedingt am Lenker befestigen, so dass es meinem Blick nicht entkommen kann.
(8.48213°, 115.43920°) (8.22308°, 115.41345°)

















































