Schorschis Senf

Früh, aber nach Sonnenaufgang geht’s los. Gepäck und Räder bleiben in der Bude liegen. Zurück nach Irakleon, Auto abgeben und mit Bus zurück. Sooo nun ist das Auto weg und das ist gut so. Ohne, hätten wir zwar viele Teile der Insel garnicht gesehen. Glaub auch, dass gerade der Südwesten vom Busnetz stiefmütterlich behandelt wird. Aber so insgesamt ist man mit dem Auto unbeteiligter an der Reise. Nimmt weniger wahr, alles zieht schnell und ohne Gerüche an einem vorbei und kein Schweißtropfen geht im Tausch mit mehr intensiven Erlebnissen. Und von wegen Geruchsintensiv. Schon ein Hauch von Asien flutet meine Geruchsnerven. Das Auto wurde wohl mit dem selben  Reingungsmittel getränkt, wie auch die öffentlichen Flughafentoiletten in Asien riechen. 

Mitm Bus ists wie mit der Fähre. Busnummer, Anzeige und Ticket stimmen nicht mit der Realität überein. Der Busfahrer treibt uns, auf wen oder was schimpfend?, zum richtigen Bus. Klappt aber doch alles wie am Schnürchen. Der Bus fährt die „alte Straße“ die wir verpasst hatten und über die Schnellstraße gedröhnt sind. Recht kurvig und eng ists, das Sträßelchen und steil ginge es den Abhang runter bis ins Meer. Nix los und kleine Dörfer die alle abgefahren werden. So dass keiner auf der Strecke bleiben muss.  

Nachmittag gibts noch ein Bad im Meer. Is aber recht kalt, kälter als sonst, sagt eine Dame. Der Wind hat’s durchgewühlt, das Meer und kalte Ströhmungen sprühen nach oben. 

Südwind aber bläst recht warme Luft an. Ich bin schon längst auf meine luftigen und kultigen (so ein Jüngling) Birkenstock Sandalen, sockenlos, umgestiegen.