Abschied von unserem netten Gastgeber. Die Radl werden nochmal zusammen aufgepumpt – allerdings ohne mich, weil meine Rippenprellung doch ziemlich schmerzt (der Chef sprintet über die Strasse um bei der gegenüberliegenden Scooterwerksatt eine Fußpumpe zu organisieren),und wir sind wieder on the road. Wir schaffen es heute nicht ganz nach Hangzhou, übernachten in Linping. Die Strecke dorthin ist wieder ländlicher. Gemüse wird mit viel Liebe groß gezogen, die Felder sind aber schon abgeerntet. Die Dörfer besitzen wie aneinanderklebende Häuser in geschichteten Größen mit grauen, abgewaschenen oder algigen Fassaden. So wirkt alles etwas heruntergekommen, aber die Farben sind hier allgemein schlecht. Auch Verpflegung und Pausenplätze sind schlicht. Kekse, Bananen und Erdnüsse bringen uns über den Tag. Die Hauptstraße durch Linping ist dafür wieder ein Potpourri an Gschäfterln, Gemüseständen, Obstkarren und überhaupt Allem was der Chinese im Allgemeinen so benötigt. Ein liebenswertes Gekruddle, Wimmelbild fürs Auge, nicht wirklich schön aber so wunderbar menschlich!