(-8.78502°, 120.96956°)

Und auch bei Tag drei bewegen wir uns durchgehen nur zwischen 30 und 40 km/h. Mit dem Motorroller fühle ich mich wie in einem Bob, der durch die Kurven schaukelt. Nicht ganz so der Fahrspaß wie mit unseren BMWs. Aber was solls, radeln wäre hier gänzlich unmöglich, wäre man nicht gerade Aspirant fürs gelbe Tricot der Tour de France.

Um Bajawa beeindrucken uns die hohen Bambuswälder. In den Hochlagen sehen wir diese öfters. Zur Erinnerung – in Kyoto, Japan drängten wir uns mit Besuchermassen durch die dortigen Bambuswälder – hier sind wir allein.

Schorsch:

Bergwärts geht’s mit unzähligen Kurven und gutem Straßenbelag dahin. Aber Vorsicht! Ab und zu fehlt ein Stück der Straße, weggespült. Löcher in der Straße oder teilweise komplett fehlende Straßenteile, aber auch liegengebliebene Fahrzeuge werden mit Zweigen markiert. Oder getarnt? Ab und zu steht auch ein liegen gebliebener LKW mittendrin rum und zahlreiche Bastler reparieren was. Oft Reifen, oft Bremsen und oft auch tiefer gehende Probleme wie Getriebe. Kann auch sein, dass ein Rinnsal von was Öligem auf die Fahrbahn rinnt. Vorsicht, also. Schafts der LKW noch einige Meter, gibt’s Bruchbudenwerkstätten am Wegesrand. Da ist dann Stau. Und da auch Vorsicht! Der Straßenbelag in der Nähe der Bastelwerkstätten ist oft schlitterig ölig. Da geht wohl öfters mal mehr als ein Tröpfchen Getriebeöl daneben. Die Kisten werden hier wohl ohne Wartung die steilen Serpentinen auf und ab gelenkt. Die Reifen zum Beispiel, bis auf die Karkasse abgewetzt.

Oft muss ich im erste Gang den Motor auf Touren bringen, um hoch zu kommen. Und ich bin froh, dass ich nicht schieben muss. Weder das Motorrad und schon garnicht das voll gepackte Fahrrad. Macht Spaß mit dem Motorrad zu flitzen. Nur auf Ziegen und Hühner die unvermittelt über die Straße flitzen muss man achten. Ab von der Trans-Flores kann’s aber schnell sehrsehr schlechte Wege haben. Der Asphalt ist teilweise weg und so entstehen riesige Schlaglöcher oder die eine Fahrbahnhälfte is gleich komplett weggespült. Oft muss in Schrittgeschwindigkeit balanciert werden. Und ich bin froh meine Fahrradspeichen nicht wieder extrem belasten zu müssen. Und überhaupt, nicht treten zu müssen!