(42.65028°, 77.09957°)
Petra bleibt erkältungsbedingt im Zimmer. Ich trete zum Stadion. Heute gibt’s zunächst „Tyiyn Enmei“. Dabei reitet der Sportler mit hoher Geschwindigkeit an einer Reihe von am Boden stehenden roten Wimpelsäckchen vorbei, beugt sich vom Pferd runter, pflückt sie auf und schleudert sie weg. Da erkenne ich gleich die Reitervölker wie Kirgisen, Mongolen und Kasachen. Da scheinen die Pferde genau zu wissen was zu tun ist. Haben scheinbar selber die roten Teile am Boden im Blick. Bei anderen Nationen schert das Pferd aus der geraden Linie aus und hoppelt verträumt ganz woanders hin. Ein Reiter aus Bangladesch erreicht leider Null Punkte. Man sieht ihn und das Pferdchen den weiteren Spielverlauf am Rand staunend beobachten und abgucken.
Und dann kommt noch „Kok-Boru“, so eine Art Rugby auf dem Pferd. Das Stadion schein voll zu sein. Ist wohl die Königsdisziplin. Beim Kok-Boru sind‘s wieder zwei Mannschaften zu Pferde. Es muss ein schwerer Ziegenkadaver aufgehoben und versucht werden ihn in eine Art übergroße Tonne zu hieven. Der Reiter mit dem Kadaver wird verfolgt und der Gegner versucht ihm die Ziege abzuluchsen. Arges Gedrängle und Geschiebe. Da muss man wohl seinen Gaul im Griff haben!

















