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In Ubud gibt es drei Tage lang einen besonderen Kulturevent. Ateliers und Studios mit workshops sind für Besucher bei den „open studios“, geöffnet. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen und kann dabei sogar ein Tempeltänzer-Modell zeichnen. Schorsch macht den Chauffeur. Wir leihen uns für zwei Tage einen Motorroller und schlängeln uns wie bei einer Schnipseljagd durch unterschiedliche Quartiere und außenliegende Dörfer. Mit jedem der Künstler kommt man ins Gespräch. Sehr nett und erhellend. Erstaunlich viele von Ihnen haben Väter, die bereits Künstler in traditionellen Techniken waren. Die Dame auf dem Foto führt sozusagen das fast identische Werk ihres Vaters fort. 2 Monate braucht sie für dieses Wimmelbild.
Anderntags geht’s zum Affenwald. Ein Urwald im Miniformat mit hunderten von Affen. Eine Dame mit hüftlanger Lockenpracht ist so anziehend, dass sich ein Affe auf ihren Schultern niederläßt und auf Laussuche geht. Wenn sie vorher keine hatte, hat sie sicher danach welche.
Auf Bali ist auch der Tanz und Gesang sehr wichtig. Vollkommen andersartig und in verschiedenen Ausformungen! Wir besuchen eine Aufführung – 80 Männer, die mit Klickklack- und Takatakataka-Sprechgesängen und Rythmus-Choreografie ein Schauspiel aus dem Ramayana begleiten. Die vertrauensvolle körperliche Nähe, das Zusammenspiel zwischen den Greisen und Jungen, die verbindende Gemeinschaft sagt alles über das Miteinander dieser Gruppe, dieser Kultur. Die Zuschauer sind Nebensache, hier findet tiefes spirituelles Leben statt. Das Ganze endet damit, dass ein in Trance geratener Sänger barfuß mehrfach durch brennende Kohlen läuft. Zur Austreibung des Schlechten und Bösen, oder so ähnlich.









































