Schorsch:
Zimmertausch. Aus dem Backofen raus, in ein Stockwerk tiefer. Besser so! Um 11:00 kommt Marcus und zeigt uns nicht nur einen Teil der Altstadt. Hier sehe ich erstmals auch wieder ein paar westliche Touristen. Hier gibt’s Touristennepp-Viertel, aber auch ganz normale und sehr hübsche Gegenden. Keine Wolkenkratzer und breite mehrspurige Straßen, sondern schmale Gassen. Voll ists genauso. Die meisten Elektroroller und Transportdreiräder flitzen hupend durch die Gegend. Hoffend, dass jemand darauf reagiert. Immer laut, immer nutzlos, immer Stau. Wir bekommen nicht nur eine Stadtbesichtigung, sondern auch wichtige Tipps und Einblicke für die Weiterreise in China. Gaaaanz wichtig, wird uns nahe gelegt, ist zum Beispiel die App WeChat. Alle Chinesen haben die. Ohne geht nix. Bezahlen, Taxi rufen, Übersetzen, Chatten, Bahnauskunft und was weiß ich noch alles? Hab’s installiert. War mühselig die ganzen Registrierungen und Bankverbindung zu aktivieren. Die multifunktione App ist teilweise in Deutsch, in Englisch, aber auch in chinesischen Zeichen. Gerade in der Bezahlfunktion verunsichern mich Auswahlbuttons mit chinesischen Schriftzeichen schon sehr. Marcus versichert „alles kein Problem“, einfach drücken und gucken was passiert.
Und auch sehr wichtig, für uns die Info: Durch Ausreisen aus China und anschließender Wiedereinreise, sind weitere 30 Tage möglich. Und tatsächlich gelingt es Markus ein Essen für mich zu bestellen, was mir schmeckt. So was ähnliches wie Spätzle in einer Suppe und mit Knoblauch. Und auch Abends ist das meiste akzeptabel. Für uns drei werden 6 oder 7 Gerichte bestellt, von denen dann jeder das, mit Stäbchen natürlich, durcheinander vom Teller schaufelt. Ich hab meine Gabel dabei. Stäbchenversuche scheitern. Doch da muss ich auch auf der Hut sein. Wird der Tisch abgeräumt, wandert meine Gabel mit weg. Und nur achtsame Abräumdamen bringen mir das, für sie fremde Objekt zurück.




























